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Description
Bereits der junge Publizist Richard Herzinger sorgte mit einem Vortrag über Heiner Müller und dessen Schwäche für Reaktionäre wie Carl Schmitt und Ernst Jünger für Aufsehen. Seine ersten Essays publizierte er in der Zeitschrift "Merkur", die sich damals als westlich-antitotalitär verstand. Sein Essay über die deutschen Intellektuellen nach Srebrenica bot eine der schärfsten Auseinandersetzungen mit den diversen "Niederlagen des Denkens" bei Jürgen Habermas, Hans-Magnus Enzensberger und Peter Handke. Herzinger stellte sich unbeirrt in eine Linie mit Dissidenten und Renegaten wie Manès Sperber, Widerständlern wie Albert Camus und neuen Philosophen wie André Glucksmann. Dabei erwies sich sein analytisches Denken als geradezu prophetisch: Vor Putin warnte er bereits im Jahr 2000. Er setzte sich publizistisch, aber auch als Aktivist unermüdlich für die demokratische Ukraine ein, ebenso für das unverbrüchliche Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels und gegen jeden Antisemitismus.Diese Auswahl an Essays versucht, das gesamte Spektrum seines Denkens zu entfalten und dessen zeitlose Relevanz aufzuzeigen. Eine Bibliographie ermöglicht weitere Entdeckungen. (1955-2025) war politischer Publizist und Buchautor. Sein Studium der Literaturwissenschaft in West-Berlin schloss er mit einer Doktorarbeit über Heiner Müller ab. Als Redakteur der ZEIT und der WELT beschrieb er bereits im Jahr 2000 in einem Buch Deutschland als "Republik ohne Mitte". Für den "Merkur", die "Blätter für deutsche und internationale Politik" und das "Kursbuch" verfasste er brillante Essays in der Tradition antitotalitären Denkens. In den letzten Jahren veröffentlichte er vorwiegend in seinem Blog "Hold These Truths", der ukrainischen Zeitschrift "Tyzhden" und im "Perlentaucher".



