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Description
Geschichtsverzerrung in den sozialen Medien: »Fake History« als zentrale Herausforderung der Gegenwartsgesellschaft.
In den letzten Jahren hat sich in den sozialen Medien eine digitale »Fake History« etabliert. Sie stellt die fakten- und quellenbasierte Darstellung und Vermittlung von Geschichte infrage. Immer öfter enthalten auf Social Media geteilte Beiträge irreführend attribuierte Bilder und falsche oder aus dem Kontext gerissene Zitate. Vermeintlich historischer Content entbehrt vielfach jeglicher wissenschaftlicher Grundlage oder erweist sich bei genauerer Analyse als - mal mehr, mal weniger offensichtlich - gefälscht oder auf problematische Weise modifiziert. Die Beiträger*innen greifen diese wichtige Debatte in Form einer Problemgeschichte der Gegenwart auf und betten sie in breitere Kontexte ein.
Paul Franke (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philipps-Universität Marburg. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Kultur- und Wirtschaftsgeschichte, Stadt- und Konsumgeschichte, Glücksspiel- und Kriminalitätsgeschichte, sowie die Public History und die Geschichts(ver)fälschung.
Martin Göllnitz (Dr. phil.), geb. 1982, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Hessische Landesgeschichte der Philipps-Universität Marburg. Zuvor hat er an den Universitäten in Kiel, Mainz und Odense gelehrt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Historische Sicherheitsforschung, Kultur-, Gewalt- und Popgeschichte Nordeuropas und Deutschlands im 20. und 21. Jahrhundert sowie die Public History und Geschichtsvermittlung im digitalen Raum.
Dr. Sarah Kirst forscht zu Konflikten um Land und Ressourcen, Geschlechter-, Macht- und Ungleichheitsverhältnissen sowie der Konstruktion und Bedeutung sozialer Identität in Konflikten.
Janina Schwarz-Ennen promoviert zu digitalen Erinnerungskulturen an die Shoah am Institut für Empirische Kulturwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg.



