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Description
(Short description)
Geschichtsverzerrung in den sozialen Medien: »Fake History« als zentrale Herausforderung der Gegenwartsgesellschaft.
(Text)
In den letzten Jahren hat sich in den sozialen Medien eine digitale »Fake History« etabliert. Sie stellt die fakten- und quellenbasierte Darstellung und Vermittlung von Geschichte infrage. Immer öfter enthalten auf Social Media geteilte Beiträge irreführend attribuierte Bilder und falsche oder aus dem Kontext gerissene Zitate. Vermeintlich historischer Content entbehrt vielfach jeglicher wissenschaftlicher Grundlage oder erweist sich bei genauerer Analyse als - mal mehr, mal weniger offensichtlich - gefälscht oder auf problematische Weise modifiziert. Die Beiträger_innen greifen diese wichtige Debatte in Form einer Problemgeschichte der Gegenwart auf und betten sie in breitere Kontexte ein.
(Author portrait)
Paul Franke (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philipps-Universität Marburg. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Kultur- und Wirtschaftsgeschichte, Stadt- und Konsumgeschichte, Glücksspiel- und Kriminalitätsgeschichte, sowie die Public History und die Geschichts(ver)fälschung.
Martin Göllnitz (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB/TRR 138 »Dynamiken der Sicherheit« an der Philipps-Universität Marburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Kultur-, Terrorismus-, Gewalt- und Politikgeschichte Nordeuropas und Deutschlands im 20. und 21. Jahrhundert, Wissenschaftsgeschichte sowie Public History und Geschichtsvermittlung im digitalen Raum.
Sarah Kirst (Dr. phil) ist Geschäftsführerin des SFB/TRR 138 »Dynamiken der Sicherheit« an der Philipps-Universität Marburg. Als Konfliktforscherin bezieht sich ihr Forschungsinteresse auf Konflikte um Land und Ressourcen, Geschlechter-, Macht- und Ungleichheitsverhältnisse sowie die Konstruktion und Bedeutung sozialer Identität in Konflikten.



