- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Humanities, Arts & Music
- > History
- > miscellaneous
Description
Die Vortragsreihe erörtert Fragen zur KI-Kunst, zur Kreativität und Authentizität unterschiedlicher Kunstformen aus verschiedenen Blickwinkeln.Literaten und Künstler galten seit der Antike als visionäre Seher, aber auch als Täuscher. Von Homer bis Platon wurden Dichter als Lügner bezeichnet. Die Kunst, das Auge zu täuschen, zieht sich in vielen Formen durch die Jahrhunderte. Dieser Sicht steht die Vorstellung gegenüber, dass Kunst eine Wahrheit vermittelt, die nicht mit den Wahrheiten der Wissenschaften oder des Alltags korrespondieren muss. Im Rahmen von Fiktion und Vision wird ein Zugang zu einer den Kunstwerken immanenten, durch menschliche Kreativität aufgezeigten Wahrheit eröffnet.Mit KI und Deepfake sowie in Zeiten »alternativer Fakten« und Postfaktizität müssen die Fragen nach Wahrheit und Täuschung der Kunst neu gestellt werden. KI schreibt inzwischen Romane, malt Bilder und produziert Fotografien sowie Filme, die schon jetzt vielfach nicht mehr als maschinelles Produkt erkannt werden können. Die Bayerische Akademie der Schönen Künste geht diesen Fragen in einer neuen Vor-tragsreihe nach: Welche Wahrheit hat Kunst bislang vermittelt und wie steht es damit heute? Müssen wir uns an KI-Kunst gewöhnen und andere Formen von Kreativität oder Authen-tizität akzeptieren? Aus verschiedenen Blickwinkeln wird die Wahrheit der Kunst in Zeiten der Täuschung beleuchtet. Winfried Nerdinger, geb. 1944, war Professor für Architekturgeschichte an der Technischen Universität München. Von 1989 bis 2012 war er Direktor des Architekturmuseums der Technischen Universität München und 2012 bis 2018 Direktor des NS-Dokumentationszentrums München. Seit 1997 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, seit 2019 ist er deren Präsident.Veröffentlichungen u. a.: Zahlreiche Publikationen zur Kunst- und Architekturgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, zuletzt: Walter Gropius - Architekt der Moderne (2019); Das Bauhaus - Werkstatt der Moderne (2018); München und der Nationalsozialismus (Mithg., 2015).



