Description
Obwohl gesellschaftliche, ökonomische oder ökologische Folgen einer juristischen Entscheidung praktisch relevant sind, hat die Rechtswissenschaft keine Methode hierfür entwickelt. Diese Lücke wird mit einem Begriffssystem geschlossen, das die Berücksichtigung von Folgen im gesamten Prozess der Rechtsanwendung und in Zusammenhang mit mehreren Argumentationsformen aufzeigt. Zudem werden die Berücksichtigung von Folgen innerhalb des Zivilprozesses und ihre Herausforderungen beleuchtet. »Consequential Reasoning by the Courts. An Investigation of Consequential Decision-Making and Reasoning Within the Civil Process«: Although the social, economic, and environmental consequences of legal decisions are practically relevant for the courts, legal scholars have (so far) not developed a method for addressing them. This work aims to bridge the gap with a conceptual framework that shows how consequential reasoning can fit into the application of German law and the challenges that arise within the context of the rules of civil procedure. A. EinleitungB. Theoretischer TeilBegriffsbildung und Begriffssystem - Folgenberücksichtigung und richterliche Rechtsanwendung - Grenzen der richterlichen Rechtsanwendung - Arbeitsschritte der Folgenberücksichtigung - Begründung für die FolgenberücksichtigungC. Praktischer TeilTerminologie und dogmatische Einordnung - Folgenprognose im Zivilprozess - Begründungsanforderungen an zivilprozessuale Urteile bei der Folgenberücksichtigung - Rechtliches Gehör der Parteien bei der Folgenberücksichtigung - Kosten des VerfahrensD. Kritik an der Berücksichtigung von Folgen in der RechtsanwendungFehlende verfassungsrechtliche Berechtigung von Gerichten zur Berücksichtigung von Folgen - Legitimationsverlust der Rechtsprechung durch Berücksichtigung von Folgen - Fehlende Funktionalität der Rechtsprechung - Praktische Undurchführbarkeit der FolgenberücksichtigungE. Schluss Georg Joecker studied law at the University of Passau (2012-2017). From 2015-2017 he was a student assistant at the chair of Prof. Dr. Sebastian Martens. After completing his legal traineeship from 2017-2020 at the Higher Regional Court of Hamburg (with stages in Berlin and Madrid), he worked as a research assistant at the chair of Prof. Dr. Armin Hatje (2020-2023) during his doctoral studies. In 2023 he started working as a lawyer in Hamburg.



