Description
Die Arbeit geht der Frage nach, ob der Verlustrücktrag als im Belieben des Gesetzgebers stehende Steuersubvention einzuordnen ist oder ob bei der Ausgestaltung verfassungsrechtliche Vorgaben zu beachten sind. Aufgezeigt wird, dass Beschränkungen des Verlustrücktrags - auch in der Gewerbesteuer - der gleichheits- und freiheitsrechtlichen Rechtfertigung bedürfen. Ausgehend von dem herausgearbeiteten verfassungsrechtlichen Rahmen wird ein Reformvorschlag unter Einbeziehung der Gewerbesteuer unterbreitet. »The Loss Carryback in Income Tax, Corporate Income Tax and Trade Tax-System, Constitutional Classification and Reform Proposal«: The thesis addresses the question whether the loss carryback is to be classified as a tax subsidy at the disposition of the law-maker or whether requirements of the constitutional law have to be taken into consideration in the process of its design. It is shown that restrictions on the loss carryback - also in trade tax - require justification regarding the laws of equality and civil liberty. On the basis of the constitutional framework that has been developed, a reform proposal is made, which includes the trade tax. Einleitung1. Das System des Rücktrags von VerlustenBegriffsbestimmungen - Wege der Berücksichtigung eines Verlustrücktrags de lege lata - Wechselwirkungen zwischen Verlustrücktrag und weiteren Rechtsinstituten des materiellen Steuerrechts - Steuergestaltung zur Verlustminimierung2. Verfassungsrechtliche Beurteilung des Verlustrücktrags im Rahmen von Einkommen- undKörperschaftsteuerPrüfungsmaßstab - Beurteilung des Verlustrücktrags de lege lata3. Verfassungsrechtliche Beurteilung des Ausschlusses des Verlustrücktrags im Rahmen der GewerbesteuerGleichheitsrechtliche Beurteilung - Freiheitsrechtliche Beurteilung - Ergebnis4. Zusammenfassung der Ergebnisse, daraus resultierender Reformvorschlag und FazitZusammenfassung des herausgearbeiteten verfassungsrechtlichen Rahmens - Optimierungspotenzial de lege lata - ReformvorschlagLiteratur- und Sachwortverzeichnis Simon Lentz first graduated in in fiscal law (Diplom-Finanzwirt (FH)). He then studied law at the University of Cologne. His studies were accompanied by work for the tax authorities of North Rhine-Westphalia and for the business law firm GÖRG. After his first state examination, he worked as a research assistant at the Institute for Tax Law at the University of Cologne and completed his doctorate under the supervision of Prof. Dr. Johanna Hey. In August 2023, Simon Lentz became a legal trainee at the Regional Court of Cologne. »Die beeindruckende Arbeit wurde mit dem Klaus Tipke Preis 2023 ausgezeichnet und ist allen auch mit Rechtsfragen des deutschen Steuerrechts betrauten Personen sehr zu empfehlen.« Zeitschrift für Gesellschaftsrecht und angrenzendes Steuerrecht, 2/2024



