Description
Kinder- und Jugendliteratur unterliegt dann, wenn sie gesellschaftlich brisante Themen verhandelt, häufig pädagogischen Erwartungen. Mit dem Transfer literarästhetischer Analysemodi zur literarischen Mehrsprachigkeitsforschung lenkt diese Untersuchung den Fokus hingegen auf den ästhetisch-poetischen Gehalt dieser Literaturgattung. In der Analyse modaler, narratologischer und poetischer Prinzipien von Sprache wird die Bedeutung der mehrsprachigen Kinderliteratur als ästhetischer Gegenstand offensichtlich und so manches Kinderbuch plötzlich als mehrsprachig erkennbar, das auf dem ersten Blick nicht so erschien. Kinder- und Jugendliteratur unterliegt dann, wenn sie gesellschaftlich brisante Themen verhandelt, häufig pädagogischen Erwartungen. Mit dem Transfer literarästhetischer Analysemodi zur literarischen Mehrsprachigkeitsforschung lenkt die Untersuchung den Fokus hingegen auf den ästhetisch-poetischen Gehalt dieser Literaturgattung. In der Analyse modaler, narratologischer und poetischer Prinzipien von Sprache wird die Bedeutung der mehrsprachigen Kinderliteratur als ästhetischer Gegenstand offensichtlich und so manches Kinderbuch plötzlich als mehrsprachig erkennbar, das auf dem ersten Blick nicht so erschien. Neben der gattungsbezogenen Besonderheit dieser Studie ist die Zusammenführung narratologischer Literaturtheorien für die Analyse von Sprache der Literatur hier neu. Narratologie, Polyphonie und Phänomenologie der Stimme verdichten sich zu einem Korpus, aus dem sich poetische und kommunikative Wirkungen von Mehrsprachigkeit erkennen lassen. 1 Einleitung: Die sprachliche Auseinandersetzung mit der Welt - der heterolinguale turn in der Literatur2 Mehrsprachigkeit - eine Bestandaufnahme und ihre Begriffserweiterung zum Modus des Mehrsprachlichen.2.1 (Kinder-)Literaturwissenschaft2.2 Genettes narrative Instanzen2.3 Reflexion der Sprache2.4 Bachtin, die Polyphonie, die Heteroglossie und das Karnevaleske2.5 Das Zeichenspiel2.6 Überleitung3 Der Modus des Mehrsprachlichen und seine literarischen Schwellen3.1 Die erste Schwelle: National(sprachliche) Literaturen3.2 Die zweite Schwelle: inter- und transkulturelle Kinder- und Jugendliteratur3.3 Die dritte Schwelle: Mehrsprachlichkeit in der Kommunikation - eine Frage des Verstehens und Nicht-Verstehens3.4 Die vierte Schwelle: Die Stimme3.5 Die fünfte Schwelle: Die Übersetzung3.6 Die sechste Schwelle: Absurdes und Neologismen3.7 Die siebte Schwelle: Modalität4 Mehrsprachliche Kinder- und Jugendliteratur - ein Unterrichtsbeispiel als Transfer von Mehrsprachlichkeit in die Deutschdidaktik5 Zusammenfassung und AusblickLiteratur Dr. Astrid Henning-Mohr ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Jugendbuchforschung an der Universität Frankfurt. Sie promovierte in Hamburg als Literaturwissenschaftlerin.



