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Description
Regionale Kunsttopographien erlangten seit dem Ende des 19. Jahrhunderts eine bemerkenswerte Popularität, doch waren diese nicht nur einer systematischen Denkmalerfassung verpflichtet. Am Beispiel der Publikationsreihe Topographie Böhmens werden im vorliegenden Band kulturpolitische Motive und Interessenkonflikte im Kontext der im Wandel begriffenen institutionellen Bedingungen aufgezeigt. Das deutsch-tschechische Kunstinventar, von der tschechischen Archäologischen Kommission 1895 initiiert, wurde von 1913 bis in die 1940er Jahre von der deutschen Kunsthistorischen Kommission mitgetragen. Es war maßgeblich von unterschiedlichen nationalen Intentionen geprägt. Die Kunstgeschichte stand im Bann der aktuellen politischen Machtverhältnisse. Sie zielte auf eine Kanonbildung der »böhmischen Kunst« und deren Rezeption vom Historismus bis zur Moderne. Auf diese Weise bezweckte sie die Konsolidierung einer »eigenen« Kultur. Mit der vorliegenden Untersuchung wird der Versuch unternommen, die zunächst objektiv wirkende Zusammenstellung künstlerischer Artefakte im Rahmen gesellschaftspolitischer Instrumentalisierungen zu deuten.



