Description
Das ist die erste akribische Untersuchung der Wirtschaftsbeziehungen zweier Staaten, die 1949 gegründet wurden und an den Folgen des Weltkrieges litten. Beide mussten erst eine eigene Ökonomie aufbauen und außenwirtschaftliche Beziehungen aufbauen. Das funktionierte sehr gut, zumal beide Staaten unter den Sanktionen des Westens im Kalten Krieg litten und politisch miteinander verbunden waren. Die DDR lieferte Ausrüstungen und komplette Industrieanlage und bildete die Fachleute aus, die die Maschinen bedienten - China lieferte Lebensmittel und Rohstoffe. Diese Beziehungen waren zusätzlichen Belastungen unterworfen, etwa der Politik des »Großen Sprungs« und der »Kulturrevolution«, sie wurden schließlich durch den ideologischen Konflikt zwischen Moskau und Beijing unterbrochen. Dr.-Ing. Konrad Herrmann, Maschinenbauer und Sinologe, hat in China gearbeitet. Für seine Untersuchung hat er unzählige Quellen erschlossen und Zeitzeugen befragt. Die Arbeit belegt mit Fakten, dass die DDR maßgeblich am Beginn des chinesischen Aufstiegs zur zweitstärksten Wirtschaftsmacht der Welt beteiligt war - und damit auch die Basis für die heutige erfolgreiche Kooperation der BRD mit der Volksrepublik legte. Bekanntlich erfolgte die diplomatische Anerkennung Chinas durch die Bundesrepublik erst 1972. Konrad Herrmann, Jahrgang 1945, Maschinenbau-Studium an der TH in Magdeburg und Studium der Sinologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, 1972 Promotion zum Dr.-Ing., Tätigkeit im Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung auf dem Gebiet der Metrologie; 1990 Sekretär für Wissenschaft und Technik an der Botschaft der DDR in Peking. Ab 1991 Laborleiter in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Teilnahme an der Zusammenarbeit der PTB mit China auf dem Gebiet der Metrologie.Im Verlag erschienen bereits »Technologietransfer. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der DDR und der Volksrepublik China in den 1980er Jahren« (2023) und »Botschaftergespräche. Die Beziehungen zwischen der DDR und der Volksrepublik China aus der Sicht ihrer Diplomaten« (2024).



