Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus : Eine sozialpsychologische Studie zur Generationengeschichte des Nationalsozialismus (Psyche und Gesellschaft) (1. Aufl. 2010)

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Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus : Eine sozialpsychologische Studie zur Generationengeschichte des Nationalsozialismus (Psyche und Gesellschaft) (1. Aufl. 2010)

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  • 商品コード 9783837920598

Description

Die Studie zeigt die intergenerationellen Folgen einer affektiven Integration in die NS-Volksgemeinschaft bis in die Enkelgeneration hinein und weist ihr Verhältnis zur Entwicklung von rechtsextremen Handlungsmustern nach. Folgewirkungen des Nationalsozialismus auf der Täterseite wurden bisher nur lückenhaft untersucht. Jan Lohl schließt diese Lücken in seiner umfassenden Analyse.Die Studie untersucht die intergenerationellen Folgen des Nationalsozialismus auf der »Täterseite« und ihre politische Handlungsrelevanz: Ausgehend von einer konzeptuellen Erweiterung der »Unfähigkeit zu trauern« (Alexander & Margarete Mitscherlich), werden die Spuren einer affektiven Integration in die NS-Volksgemeinschaft über drei Generationen hinweg systematisch nachgezeichnet. Neu ist die Erkenntnis, dass der nationalsozialistische kollektive Narzissmus tradiert wird und welche Mechanismen hierbei wirksam werden.Auf dieser Basis gelingt der Nachweis, dass NS-Gefühlserbschaften in der Enkelgeneration eine Andockstelle für jene paranoiden Ideologien darstellen, die in rechtsextremen Gruppen vermittelt werden. Das intergenerationelle Verhältnis von aktuellem Rechtsextremismus und Nationalsozialismus ist nicht nur zu erklären, sondern ist selbst ein Erklärungsfaktor für die Entwicklung nationalistischer und antisemitischer Handlungsmuster. Inhalt1 Einleitung2 Sozialpsychologie des Nationalgefühls2.1 Die Nation als imaginäre Gemeinschaft2.2 Psychosoziale Entkontextualisierung - Zur Psychoanalyse des Nationalgefühls2.2.1 Massenpsychologie als Zugang zum Nationalgefühl?2.2.2 Die Nation als virtuelle Masse2.2.3 Die Nation als Container2.2.3.1 Primär-narzisstische Phantasien, Fremdenrepräsentanz, narzisstischer Autonomie-Konflikt2.2.3.2 Die Nation als Reservoir narzisstischer Externalisierungen2.2.3.3 Projektive Identifizierung mit der Nation2.2.3.4 Nationales Containment - Über die Produktion des Nationalgefühls2.2.3.5 Nationaler Binnenraum und soziale Repräsentanten des Fremden2.2.4 Zwischenbemerkung2.3 Kollektiver Narzissmus und nationale Umdeutung gesellschaftlicher Wirklichkeit2.4 Nationalgefühl und Nationalismus3 Seelische Nachbilder - Die nationalsozialistische »Volksgemeinschaft« nach 19453.1 Nicht-Vermittelbarkeit von Schuld und Containment der NS-»Volksgemeinschaft«3.2 Erinnerungsarbeit und Trauerunfähigkeit3.2.1 Was heißt Derealisierung der NS-Vergangenheit? 3.2.1.1 Abgewehrte Erinnerung - Emotionaler Rückzug aus der eigenen Geschichte3.2.1.2 Identifizierung mit den Siegern - Unangenommene Schuldfähigkeit3.2.2 Zwischenfazit3.3 Was heißt eigentlich Vermeidung einer Melancholie? 3.3.1 Ungeschehenmachen und Isolierung3.3.2 Narzisstisches Berührungstabu3.3.2.1 Unassimiliertes Introjekt als Folge abgewehrter Erinnerungsarbeit3.3.2.2 Zur libidinös verlangenden Wirkkraft eines unassimilierten Introjekts3.3.2.3 Unassimiliertes Introjekt und unbewusster kollektiver Narzissmus3.3.3 Engführung - Narzisstisches Berührungstabu und Ungeschehenmachen der objektiven Schädigung des kollektiven Narzissmus3.3.4 Zwischenergebnis - Unbewusster kollektiver Narzissmus und nationales Containment nach 1945 3.4 Zur psychosozialen und kollektiven Ebene des narzisstischen Berührungstabus3.4.1 Schweigen, Dethematisierung und schuldabwehrende Selbstthematisierung - Zur interpersonalen Organisation des narzisstischen Berührungstabus3.4.2 Schuldabwehraggression - Zur kollektiven Inszenierung des narzisstischen Berührungstabus3.4.3 Zum Verhältnis von kontinuierlichen und neuen Aspekten in der aggressiven Wirkkraft des narzisstischen Berührungstabus3.5 Politische und gesellschaftliche Aspekte im Verhältnis zum Nachleben des Nationalsozialismus 4 NS-Gefühlserbschaften in der zweiten Generation4.1 Exkurs zum Begriff »Gefühlserbschaft«4.2 Zur narzisstischen Funktionalisierung von Kindern aus der zweiten Generation durch ihre Eltern4.3 Historische Wissbegierde und transgenerationelle Identifizierung4.3.1 Zum infantilen Wunsch, in der Vergangenheit der Vorfahren zu leben4.3.2 Zwischenbemerkung - Intergenerationelle Aushandlung eines familiären Umgangs mit der NS-Vergangenheit4.3.3 Transgenerationelle Identifizierung - Über die Entwicklung eines Gespürs für das narzisstische Berührungstabu4.3.3.1 Die fremde als die eigene Schuld4.3.3.2 Narzisstische Prämie und geheimnisvolle Substanz der Eltern4.4 Intergenerationeller Kompromiss und Transposition - Gespaltenes Elternbild und beschützende Beziehung zur Geschichte der Vorfahren4.4.1 Familienmythen oder: Über das Verschwinden der gewalttätigen Schärfe des NS-Alltages4.4.2 Familiengeheimnisse oder: Über das Erscheinen der gewalttätigen Schärfe des NS-Alltagesin unbewussten Phantasien4.5 Zur Adoleszenz von Angehörigen der zweiten Generation4.5.1 Aspekte adoleszenter Entwicklung4.5.2 Adoleszente Umarbeitung des familiär ausgehandelten Umgangs mit der NS-Vergangenheit?5 NS-Gefühlserbschaften in der dritten Generation5.1 »Opa war kein Nazi?« - Kritik der Studie von Welzer, Moller und Tschugnall5.2 »An der Seite der Großeltern« - Zur psychischen Einbindung von Angehörigen der dritten Generation in die Generationengeschichte des Nationalsozialismus5.2.1 Zwischen Paranoia und Idealisierung - Zur Wahrnehmung von eigenen Kindern durch Angehörige der zweiten Generation5.2.2 Exkurs zur schulischen V Jan Lohl, Diplom-Sozialwissenschaftler und Supervisor (DGSv), ist seit 2019 Professor für Erwachsenenbildung an der KH Mainz, wo er das Institut für Fort und Weiterbildung leitet. Zuvor hat er zwischen 2011 und 2019 am Sigmund-Freud-institut geforscht und an der Goethe Universität Frankfurt (2012-2019), der IPU Berlin (2015-2016) und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (2010) gelehrt. Zwischen 2001 und 2011 war Jan Lohl wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Leibniz-Universität Hannover, wo er die Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie mitgegründet hat. Er ist Mitglied der Forschungswerkstatt Tiefenhermeneutik und gibt die Fachzeitschriften psychosozial und Freie Assoziation heraus. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Psychoanalytische Sozialpsychologie und Tiefenhermeneutik, Beratungsforschung und Organisationsanalyse sowie Rechtsextremismusforschung.Stand: Januar 2021

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