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Description
»Alte Jungfern«, geachtete Jungfrauen, verwerfliche Egoistinnen oder unfreiwillige Pionierinnen? Die Lebensrealitäten lediger Frauen im 19. Jahrhundert.
Frauen ohne Mann und Kind schienen im 19. und bis Mitte des 20. Jahrhunderts das Ziel weiblichen Daseins verfehlt zu haben und hatten mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Im öffentlichen Diskurs standen sie für in Unordnung geratene gesellschaftliche Verhältnisse. Dabei waren ledige Frauen auch Heldinnen in Romanen, die die Vor- und Nachteile dieser Lebensform thematisierten, und nahmen an wissenschaftlichen Studien teil, in denen sie von Freud und Leid ihres meist nicht selbst gewählten Schicksals berichteten. Gerlinde Irmscher widmet sich Diskursen, Lebensrealitäten und literarischen Entwürfen lediger Frauen im 19. und 20. Jahrhundert und zeigt, warum sie meist als »unfreiwillige Pionierinnen« gelten können.
Gerlinde Irmscher (Dr. phil. habil.), geb. 1950, lehrte als Privatdozentin am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin mit den Schwerpunkten Kultursoziologie und Kulturgeschichte. Sie forschte und publizierte zuletzt zu den Themen Reise und Tourismus sowie zur Situation von Frauen in der DDR.



