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Description
Umzugsgüter jüdischer Emigrant*innen in den Häfen Europas: Perspektiven auf Beschlagnahmung und Enteignung während des Zweiten Weltkriegs und darüber hinaus.
Während des Zweiten Weltkriegs lagerten in den Häfen Europas Umzugsgüter von als Juden verfolgten Menschen, die aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik den Kontinent verlassen mussten. Die Güter konnten mit Kriegsbeginn nicht mehr verschifft werden und wurden von den Behörden beschlagnahmt und öffentlich versteigert. Die Erlöse flossen in die Reichskasse, was nur durch ein eingespieltes administratives System und ein Netzwerk von Profiteur:innen möglich war. Noch heute befinden sich viele dieser geraubten Gegenstände und Kunstwerke in privater und öffentlicher Hand. Die Beiträgerinnen nehmen diese Ereignisse erstmals europaweit in den Blick und dokumentieren das Zusammenspiel der Akteure über Ländergrenzen.
Susanne Kiel, geb. 1967, ist Provenienzforscherin und Kunsthistorikerin. Seit 2018 forscht sie zum Umgang mit Umzugsgut jüdischer Auswanderinnen und Auswanderer während der NS-Zeit in Deutschland am Deutschen Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte. Dort wurde eine Datenbank eingerichtet, die seit 2023 die Forschungsergebnisse online zur Verfügung stellt: LostLift.
Kathrin Kleibl (Dr. phil., M.A.), geb. 1973, ist Provenienzforscherin, Klassische Archäologin und Kunsthistorikerin. Seit 2016 forschte sie zur Historie der Sammlung des deutschen Schifffahrtsmuseums / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, zu Provenienzgeschichten einzelner Objekte sowie zur »Verwertung« von Umzugsgut jüdischer Emigrant:innen im Hamburger Freihafen und veröffentlichte dazu 2023 die Datenbank LostLift. 2024 wechselte sie an den Barkenhoff / Heinrich-Vogeler-Museum in Worpswede, wo sie die Sammlung und das Worpsweder Archiv betreut.



