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Description
Eine Fachinstitution im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. Seit 125 Jahren finden deutsche Historikerinnen und Historiker zusammen, um gemeinsam an einem Ort über ihre Forschungen und deren Vermittlung, über die Grundlagen ihres Faches und dessen Zukunft zu diskutieren. Der Historikertag als größter geisteswissenschaftlicher Kongress in Europa stellt heute, wie der ihn veranstaltende Historikerverband, eine unentbehrliche Institution im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit dar. Für diese Entwicklung sprach zunächst nur wenig. Untersucht wurde sie erstaunlicherweise bislang nie. Welche vielfältigen Konflikte waren zu bewältigen? Wer durfte auf Historikertagen auftreten, wer dagegen nicht? Die Zäsuren zweier Weltkriege und politischer Systemwechsel, die Herausforderungen beider deutscher Diktaturen wie auch des Vereinigungsprozesses seit 1990 - fünf Autoren haben die Geschichte des Historikertages und des Historikerverbandes, außerdem der Historikergesellschaft der DDR sowie des Unabhängigen Historikerverbandes erstmals umfassend untersucht. Ihre Studie verfolgt die wechselvolle Geschichte der fachhistorischen Selbstorganisation und entfaltet zugleich ein Panorama der deutschen Geschichtswissenschaft seit dem späten 19. Jahrhundert. Matthias Berg, geb. 1974, Wiss. Mitarbeiter der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Olaf Blaschke, geb. 1963, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster. Martin Sabrow, geb. 1954, emeritierter Professor für Neueste und Zeitgeschichte an der Humboldt Universität Berlin sowie von 2004 bis 2021 Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam.Veröffentlichungen u. a.: Zeitgeschichte schreiben. Von der Verständigung über die Vergangenheit in der Gegenwart, Göttingen 2014; Erich Honecker. Das Leben davor. 1912-1914. München 2016; (zus. mit Matthias Berg, Olaf Blaschke, Jens Thiel und Krijn Thijs); Die versammelte Zunft. Historikerverband und Historikertage 1893-2000. Zwei Bände, Göttingen 2018; Der Rathenaumord und die deutsche Gegenrevolution (2022); Träger des Golo-Mann-Preises für Geschichtsschreibung. Jens Thiel, geb. 1966, Historiker an der Universität Münster und der HU Berlin. Krijn Thijs, geb. 1976, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Duitsland Instituut Amsterdam. Er lehrt an der Universiteit van Amsterdam und publiziert zur deutschen und niederländischen Zeitgeschichte, zur Stadt Berlin im 20. Jahrhundert und zur Historiographiegeschichte.Veröffentlichungen u. a.: Probing the Limits of Categorization. The "Bystander" in Holocaust History (2019, hg. mit Christina Morina); Die Versammelte Zunft. Historikerverband und Historikertage in Deutschland 1893-2000, (2018, Mithg.). »der Band (besticht) durch gründliche Recherchen, klare Disposition und ausgewogene Darstellung« (Frank-Rutger Hausmann, Informationsmittel für Bibliotheken, 2018) »Es ist der Vorteil dieser Bände über die 'versammelte Zunft', diesen Prozess quellenbasiert, eindringlich, reflektiert und lesbar darzustellen.« (Winfried Schulze, H-Soz-Kult, 12.04.2019) »eine außerordentlich materialreiche, höchst informative Untersuchung« (Dirk Klose, Neue Gesellschaft Frankfurter Hefte 5/2019) »eines der wichtigsten Bücher zum Verständnis deutscher Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert« (Stefan Jordan, Neue Politische Literatur, 2019) »eine vorzügliche Geschichte des Historikerverbandes sowie der Historikertage und zugleich ein neues Standardwerk der deutschen Wissenschafts- und Historiographiegeschichte« (Thomas Kroll, Historische Zeitschrift, Bd. 310, 2020)



