Das therapeutische Jahrzehnt : Der Psychoboom in den siebziger Jahren (Veröffentlichungen des zeitgeschichtlichen Arbeitskreises Niedersachsen 30) (2016. 504 S. 222 mm)

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Das therapeutische Jahrzehnt : Der Psychoboom in den siebziger Jahren (Veröffentlichungen des zeitgeschichtlichen Arbeitskreises Niedersachsen 30) (2016. 504 S. 222 mm)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783835318502

Description


(Text)
Eine Kulturgeschichte des westdeutschen »Psychobooms« der 1970er Jahre zwischen Verwissenschaftlichung des Sozialen und Politisierung des Selbst im Zeichen der 68er.Um 1970 setzte in der Bundesrepublik eine Welle der Popularisierung von psychologischem Wissen und psychotherapeutischen Praktiken ein. Wissenschaftliche wie populäre Sachbücher zu den Themen Psychologie, Psychoanalyse und Psychotherapie kamen in immer größerer Zahl und Auflage auf den Markt, Hunderttausende nahmen an Therapie- und Selbsterfahrungsgruppen teil.Maik Tändler rekonstruiert die komplexen wissenschaftlichen, kulturellen und politischen Entstehungsbedingungen und die gesellschaftliche Dynamik dieses »Psychobooms«. Dabei zeigt sich, dass dieser weder auf randständige Psychosekten noch auf eine entpolitisierte »neue Innerlichkeit« reduziert werden kann. Es handelte sich vielmehr um eine übergreifende gesellschaftliche Entwicklung, die entscheidend von den gesellschaftspolitischen Verheißungen der 68er-Jahre vorangetrieben wurde: Die rasante Verbreitung psychologisch-therapeutischer Praktiken in den 1970er Jahren erklärt sich vor allem daraus, dass sie als demokratisierende und emanzipatorische Selbsttechnologien verstanden wurden. Doch während die therapeutischen Utopien zum Ende des Jahrzehnts versiegten, bereitete der Psychoboom langfristig den Boden für die Ausbreitung therapeutischer Selbstoptimierungstechniken im Zeichen einer immer weiter voranschreitenden Ökonomisierung des Selbst.
(Review)
»Wer die siebziger Jahre also in Gänze verstehen will, sollte sich mit Tändlers materialreicher Studie beschäftigen.« (Martin Hubert, WDR 3, 06.09.16) »Bis in die Einzelheiten lohnt die Lektüre, wie sich die Psychologie vom Nischenfach zur therapeutischen Leitwissenschaft entwickelt.« (Ulrich Brömmling, DHIVA, Dezember 2016) »anregende und immer gut lesbare Studie« (Sven Reichardt, H-Soz-Kult, 15.03.2017) »eine hochreflektierte, bis in die Fußnoten hinein spannende und unterhaltsame Geschichte therapeutischer Entgrenzung, die die Bundesrepublik in vielen Teilbereichen prägte.« (Franziska Rehlinghaus, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 5/2017) »Tändler's study holds immense value« (Ingo Cornils, Modern Language Review, Vol. 112, Pt.4, October 2017) »impressive and very erudite book« (Frank Biess, German History, Vol. 35, Issue 4, December 2017)
(Author portrait)
Maik Tändler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und arbeitet dort zur Geschichte der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Zuvor war er am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin und am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Ge- schichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig.Veröffentlichungen u. a.: Zur rechten Zeit. Wider die Rückkehr des Nationalismus (2019, mit Norbert Frei, Franka Maubach und Christina Morina); Das therapeutische Jahrzehnt. Der Psychoboom in den siebziger Jahren (2016); Das Selbst zwischen Anpassung und Befreiung. Psychowissen und Politik im 20. Jahrhundert (2012, mit Uffa Jensen).

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