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Description
Am 1. Juli 2026 hätte Hans Werner Henze seinen 100. Geburtstag gefeiert. Als im Mai 1961 seine Oper "Elegy for Young Lovers" uraufgeführt wurde, war der Komponist noch keine 35 Jahre alt. Wystan Hugh Auden und Chester Kallman hatten für Henze ein Libretto verfasst, das er im englischen Original vertonte. In den Text sind deutsche Wörter eingelassen, die, Lehnwörtern ähnlich, feine Unterschiede zwischen britischem und europäischem Fühlen und Denken markieren.Sprache, Bühne und Musik der Oper sorgen für humorvolle Unterhaltung, realisieren daneben aber auch sarkastisch zugespitzte oder gefühlstief gestaltete Passagen. Das Werk kann trotz der Verortung seines Plots im frühen 20. Jahrhundert in der Tradition der Opera semiseria gesehen werden. Sechs Solopartien tragen das Geschehen. Einen Chor gibt es nicht, wohl aber Ensembles von zwei bis sechs Stimmen. Aus dem Graben heraus wirkt ein Kammerorchester mit.Die Hauptrolle, für die der Komponist von Anfang an Dietrich Fischer-Dieskau vorgesehen hatte, ist in sich böse und bizarr gebrochen: Ein Dichter wird zum Mörder, um ein Gedicht vollenden zu können. Eine Wahnsinnige, die visionäre Verse produziert, nutzt der kriselnde Dichter als Inspirationsquelle. Ein junges Liebespaar, das zu einem glücklichen Leben ansetzt, wird dem Tod durch Erfrieren ausgesetzt. Das Stück endet surreal - mit einer nur aus Vokalisen bestehenden Dichterlesung.In dieser Monografie des Musikwissenschaftlers und Henze-Experten Peter Petersen wird der Gesamtverlauf der Oper narrativ präsentiert und dabei in seinem musikalischen Gehalt anhand der Partitur erläutert. Ergänzend sind Briefe aus den Jahren 1960/61 abgedruckt und kommentiert, die zeigen, dass sich die drei Autoren schätzten, in inhaltlichen Fragen gleichwohl nicht immer übereinstimmten. Einführung- Zur Entstehung der Oper- Eine Künstleroper zwischen Buffa und Seria- Im Spannungsfeld von Kunst und Leben- Österreich um 1910 aus englischer Sicht- Vom Libretto zur Oper- Leitinstrumente- Reihen und Tunes- Partitur, Textbuch, CD- Redaktionelle Hinweise1. Handlung und MusikZur Handlung der OperI. Akt: "The emergence of the bridegroom"- 1. Bild: "Forty years past"- 2. Bild: "The order of the day"- 3. Bild: "A scheduled arrival"- 4. Bild: "Appearances and visions"- 5. Bild: "Wordly business"- 6. Bild: "Help"- 7. Bild: "Unwordly weakness"- 8. Bild: "Beauty in death"- 9. Bild: "Who is to tell her?"- 10. Bild: "To-day's weather"- 11. Bild: "A visionary Interlude"- 12. Bild: "To-morrow: Two follies cross"- Wer ist 'der' Bräutigam im I. Akt?II. Akt: "The emergence of the bride"- 1. Bild: "A passion"- 2. Bild: "Sensible talk"- 3. Bild: "Each in his place"- 4. Bild: "The master's time"- 5. Bild: "Personal questions"- 6. Bild: "The troubles of others"- Exkurs: Das "My own"-Motiv in Henzes 5. Sinfonie- 7. Bild: "What must be told"- 8. Bild: "The wrong time"- 9. Bild: "The bride"- 10. Bild: "The young lovers"- 11. Bild: "The flower"- 12. Bild: "The vision of to-morrow"- 13. Bild: "The end of the day"- Wer ist 'die' Braut im II. Akt?III. Akt: "Man and wife"- 1. Bild: "Echoes"- 2. Bild: "Farewells"- 3. Bild: "Scheduled departures"- 4. Bild: "Two to go"- 5. Bild: "Mad happenings"- 6. Bild: "A change of scene"- 7. Bild: "Man and wife"- Exkurs: Zitat aus "Il Prigioniero" von L. Dallapiccola- 8. Bild: "Toni and Elizabeth"- 9. Bild: "Elegy for Young Lovers"- Ein nicht gelebtes Leben von Mann und Frau2. Briefwechsel zwischen Henze und den LibrettistenVorbemerkung- Kallman am 13. Januar 1960- Kallman am 25. Januar 1960- Kallman am 6. Juli 1960- Henze am 7. Juli 1960- Kallman am 15. Juli 1960- Henze am 19. Juli 1960- Kallman am 31. August 1960- Kallman am 10. Oktober 1960- Kallman am 18. Oktober 1960- Kallman am 8. Februar 1961- "Elegy for Young Lovers" heute?Anhang- Quellen- Score- Textbook- Literatur- Reihen- und Tunetafeln Peter Petersen ist emeritierter Professor für Musikwissenschaft der Universität Hamburg. Seit 1986 befasst er sich mit der Musik Hans Werner Henzes. Weitere Komponisten des 20. Jahrhunderts sowie das Musiker-Exil zur NS-Zeit gehören zu seinen Forschungsthemen. In dem Buch "Musik und Rhythmus" (2010, engl. 2013) bietet er eine neue Rhythmustheorie.



