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Description
Ciceros Werktrias rhetorisch-politischer Philosophie der 50er-Jahre ('De oratore', 'De re publica' und 'De legibus') organisiert nicht nur die Romanisierung und Latinisierung eigentlich griechischer Rhetoriktheorie und politischer Philosophie, sondern auch - 'pro tempore et pro re' - den individuellen Wechsel und Transfer politischer Praxis in die Theoriearbeit. In wesentlichen Aspekten der inter- und intratextuellen Strukturierung der Dialoge greift Cicero dabei auf Metaphern und Motive der römischen Lebenswelt, besonders der häuslichen Sphäre und des Reisens zurück, die in ihrer Aufladung mit römischen Zeit- und Raumvorstellungen sowie ihrer Verknüpfung mit Fragen der Epistemologie und Anthropologie einen Nexus von Ruhe und Bewegung, von Beständigkeit und Wandel, von Dauer und der Gefahr des Umschlagens bilden. Der Zugriff vermittelt sich über die Zielsetzung: die Existenz der römischen Republik ob der pessimistischen Gegenwartsdiagnose durch Zeit und Raum hindurch zu verstetigen.



