Description
"Man sollte, wenn man schreibt, eine unermeßliche Auswahl an Wörtern rings um sich ausbreiten können, unter denen man nur zu wählen brauchte," notierte der Schweizer Schriftsteller C. F. Ramuz wenige Monate, nachdem ihn ein Schlaganfall aphasisch zurückgelassen hatte, wehmütig. Angesichts der existenziellen Bedrohung, die sie für Schriftsteller bedeutet, erscheint die Sprachstörung der Aphasie fast wie der wahr gewordene 'Tod des Autors' - mitunter ebnen sprachliche Zer- und Verstörungen aber auch den Weg zu (literarischer) Kreation. An dieser Stelle setzt die vorliegende Arbeit an und untersucht literarische, genauer: poetische Auseinandersetzungen mit sprachlicher Ohnmacht. Gestützt auf Beispiele aus dem deutschsprachigen und US-amerikanischen Kulturraum nähert sich Katharina Fürholzer dem - klinisch wie übertragen verstandenen - Phänomen der Aphasie als Erfahrung, Motiv und Stil und fragt, inwiefern dies zu einem vertieften Verständnis von Dichtung und Sprache beizutragen vermag.
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