Description
In diesem Band versammeln sich Beiträge, die das Populäre des Komischen wie auch das Komische des Populären thematisieren. Historisch etablierte Genres wie die Hanswurstiade, Klamauk, Satire und Parodie stehen neben der Untersuchung aktueller Formate wie Stand-up-Comedy, Memes und Comedy-Gimmicks. Komik wird als ambivalentes Element im Kontext von Dekolonisation, Weltkrieg und Holocaust adressiert wie auch in seiner generationellen Besonderheit und seiner aktuellen Indienstnahme durch rechte Ideologien untersucht.
Humor-Literacy erscheint dabei nötiger denn je. Hierzu, ebenso wie zu fortgesetzter wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit Komik und Lachen, möchte dieser Band inspirieren.
Das Komische führt gegenwärtig ein interessantes Doppelleben: Es ist omnipräsent in den Sozialen Medien, die scheinbar für kluge wie banale, absurde wie verletzende Situations- und Kommunikationskomik erfunden worden sind, und es ist Teil eines politischen Diskurses, der die Grenzen der Lachkultur neu auslotet und die Frage, wer unter welchen Bedingungen als komisch gelten soll und komisch sein darf, erneut stellt. Dabei gibt es nicht nur selbstreflexive Zurückhaltung oder aktive Neupositionierungen im Feld der Komikproduktion zu beobachten, sondern auch autoritäre Direktiven und gezielte Einschränkungen.
In diesem Band versammeln sich Beiträge, die das Populäre des Komischen wie auch das Komische des Populären thematisieren. Historisch etablierte Genres wie die Hanswurstiade, Klamauk, Satire und Parodie stehen neben der Untersuchung aktueller Formate wie Stand-up-Comedy, Memes und Comedy-Gimmicks. Komik wird als ambivalentes Element im Kontext von Dekolonisation, Weltkrieg und Holocaust adressiert wie auch in seiner generationellen Besonderheit und seiner aktuellen Indienstnahme durch rechte Ideologien untersucht.
Humor-Literacy erscheint dabei nötiger denn je. Hierzu, ebenso wie zu fortgesetzter wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit Komik und Lachen, möchte dieser Band inspirieren. Kaspar Maase: Prof. em. Dr., Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin 1971, Habilitation im Fach Kulturwissenschaft an der Universität Bremen 1992. Tätig gewesen an den Universitäten Tübingen, Humboldt-Universität Berlin, Eichstätt-Ingolstadt, Zürich. Seit Mitte 2011 im Ruhestand; Leitung von zwei Projekten im Rahmen der DFG-Forschergruppe 1091 "Ästhetik und Praxis populärer Serialität". Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Massenkultur seit dem 19. Jahrhundert, Bewegungen gegen populäre Künste im 20. und 21. Jahrhundert, Amerikanisierung, Ästhetische Erfahrung im Alltagsleben. Veröffentlichungen u.a.: (2012). Die Kinder der Massenkultur. Kontroversen um Schmutz und Schund seit dem Kaiserreich. Frankfurt/New York.



