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Description
Das Deutungsangebot der «Fragilen Fürstenherrschaft» versucht Strukturschwächen der Herrschaft aus dem Korsett einer Erfolgsbewertung zu lösen, indem es die Schlüsselmomente des politischen Entscheidens sowie die strukturellen und personellen Ressourcen fürstlicher Herrschaft in den Vordergrund rückt. Der Einfluss weiterer Akteurinnen und Akteure aus dem höfischen Umfeld wird damit sichtbarer. Die administrativen und finanziellen Ressourcen von Herrscher und Hof werden in ihrer langfristigen Wirkung ebenso erkennbar wie die Auswirkungen physischer Eignung des Herrschers. Die Beiträge erfassen einen erweiterten mitteleuropäischen Raum, neben dem Römisch-deutschen Reich und Frankreich, Skandinavien, norditalienischen Stadtstaaten und Sizilien auch Böhmen, Herrschaftsgebiete im Baltikum, in Polen und Ungarn, in Skandinavien, sowie, im außereuropäischen Vergleich, auf den Kanarischen Inseln.The interpretation offered by 'Fragile Princely Rule' attempts to free the concept of structural weakness in governance from the constraints of success assessment. It focuses on pivotal moments in political decision-making and the structural and human resources of princely rule. This makes the influence of other courtly actors more visible. The long-term impact of the administrative and financial resources of rulers and courts becomes apparent, as do the physical aptitude of rulers. The contributions cover an expanded Central European area. This includes not only the Holy Roman Empire and France, Scandinavia, city-states of northern Italy and Sicily as well as Bohemia and territories in the Baltic region, in Poland and Hungary, and, in a non-European comparison, at the Canary Islands. Prof. em. Dr. Martin Kintzinger lehrte Mittelalterliche Geschichte von 1999 bis 2002 an der Ludwig-Maximilians-Universität München, seither und bis 2024 an der Universität Münster. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem spätmittelalterlichen Westeuropa, insbesondere der Geschichte der Außenpolitik und Diplomatie, der internationalen Beziehungen und den Anfängen des Völkerrechts sowie auf der Wissens- und Universitätsgeschichte und der Sozialgeschichte der Gelehrten. Er ist seit 2003 Mitglied im Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte. Dr. Klara Hübner hat an verschiedenen Universitäten in der Schweiz, in Deutschland, der tschechischen Republik und in Österreich gelehrt. Seit 2016 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Masaryk Universität Brno und leitete das Projekt "König und Konflikt". Von 2023 bis 2025 war sie Gastprofessorin an der Universität Wien. Ihre Forschungen konzentrieren sich auf langfristige Konflikte in Zentraleuropa, die Formen politischer Kommunikation, Dynamiken mittelalterlicher Machtstrukturen sowie spätmittelalterliche politische Propaganda und die Entstehung historischer Narrative.



