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Description
(Text)
Von der Lust des Herrschens und BeherrschtwerdensAppell an unsere innersten Begehren Elsbeth Wallnöfer erzählt von mächtigen Gestalten und ihren Gesten: vom betenden Altkanzler Kurz in der Wiener Stadthalle, der rasenden Alice Weidel im deutschen Bundestag, der brüllenden Meloni in Italien, einem Bier-auf-ex-trinkenden amtierenden Kanzler, vom bekanntesten Clown Großbritanniens, Boris Johnson, und vielen anderen Populist_innen und Demagog_innen aus den Reihen der Politik.Sie zürnen, toben und verbreiten Unwahrheiten, sie sind misogyn und xenophob, appellieren an unsere innersten Begehren und haben damit Erfolg, denn sie erobern die Parlamente mit unserer Zustimmung. Sie rufen das "Volk" an, doch wer ist denn das Volk? Sie spielen mit dem Eros von Reichtum und Macht und wir spielen mit.Politische Verführungskünste des 21. JahrhundertsWas passiert, wenn Kommunikationsberater_innen in das Tagesgeschäft der Politik eingreifen, Hashtags wie #söderisst Erfolg zeitigen, Wahlkampfwandertage in parteifarbenen Trachten-Accessoires abgehalten werden, ein Wir-Gefühl beschworen wird, das am Ende zu einer Trennung zwischen "Normalen" und den anderen führt, zeichnet die Autorin mit ihrem Blick auf die politische Ikonografie nach. Sie legt die Verführungskünste offen und zeigt, was als repräsentativ für die Politik des 21. Jahrhunderts gilt. Damit wir uns nicht wundern, wenn kommt, was mancherorts schon ist.
(Author portrait)
Elsbeth Wallnöfer, geboren in Südtirol, ist Volkskundlerin und Philosophin und lebt in Wien. Unermüdlich kritisiert sie den unreflektierten Umgang mit Althergebrachtem. Ihre Kommentare werden in renommierten österreichischen Tageszeitungen veröffentlicht. Bei Haymon erschienen ihre Bücher "Heimat. Ein Vorschlag zur Güte" (2019), in dem sie den Begriff "Heimat" durchleuchtet und neu denkt und "TRACHT MACHT POLITIK" (2020), das Tracht und Dirndl als heißen Diskussionsstoff neu untersucht.
(Text)
wieder wundern, was möglich ist?Egal ob über die Frisur von Sebastian Kurz oder den Blazer von Angela Merkel diskutiert wird, wir zelebrieren einen Personenkult und werden zu Gefolgsleuten: zum jubelnden Volk. Gesten wie Wahlkampf-Wandertage oder zur Parteifarbe abgestimmte Trachten-Accessoires stecken ab, in welchem Feld sich ein Wir-Gefühl der "Normalen" bilden kann - und wer außerhalb steht. Elsbeth Wallnöfers pointierter Blick auf die politische Ikonografie, die im Hintergrund wirksam wird, legt ein verändertes Selbstverständnis von Politik im 21. Jahrhundert offen: Damit wir uns nicht mehr wundern, was alles möglich ist (und warum das so ist).
(Author portrait)
Elsbeth Wallnöfer, geboren in Südtirol, ist Volkskundlerin und Philosophin und lebt in Wien. Unermüdlich kritisiert sie den unreflektierten Umgang mit Althergebrachtem. Ihre Kommentare werden in renommierten österreichischen Tageszeitungen veröffentlicht. Bei Haymon erschienen ihre Bücher "Heimat. Ein Vorschlag zur Güte" (2019), in dem sie den Begriff "Heimat" durchleuchtet und neu denkt und "TRACHT MACHT POLITIK" (2020), das Tracht und Dirndl als heißen Diskussionsstoff neu untersucht.



