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Description
Hans Augustin schildert in seinen Prosastücken "Fayum und andere Erzählungen" eine Welt, in der die Menschen den Boden unter den Füßen verlieren, die an unerwarteten Stellen aufbricht und wo vertraute Strukturen plötzlich zerbrechen. Geschichten über einen Vater, der seinen Sohn, den Bombenattentäter von Oklahoma, vor seiner Hinrichtung besucht; über eine Familie, die im Park ihr Sonntagspicknick einnimmt und Zeuge wird, wie die Welt auseinander bricht; über den Traum von Fayum; oder von einem Bauern, über dessen Hofidylle BSE hereinbricht. Dem Autor gelingt es wie schon in "Grosnyj", die LeserInnen in jene Welten zu entführen, in denen die Geschichten spielen: das Zen-Kloster in China, die nordafrikanische Wüste, die amerikanische Großstadt oder den Tiroler Bauernhof. "Verschenkte Geschichten" nennt Hans Augustin seine elf Prosatexte: Geschichten, denen man eigentlich einen Roman wünschen müsste. Aber er begnügt sich mit einer knappen, zurückhaltenden Schilderung, verzichtet auf ausladende Schilderungen und Charakterisierungen und überlässt es den Leserinnen und Lesern, sich weit über die Geschichten hinaus zu denken, einen "Roman" entstehen zu lassen. "Hans Augustin erzählt zurückgenommen, mit dickem Blut und straffer Ernsthaftigkeit. Die Dramaturgie seiner Geschichten gleicht den Filmen von Antonioni, scharf herausgeschnitten aus der Folie der Wirklichkeit. Wie im Druckhandwerk kommt es dem Autor auf die Schärfe zwischen erhabenen und flachen Druckstellen an, erst wenn das Ungesagte zwischen den Zeilen mit dem Gesagten spricht, ist die Geschichte vollkommen." (Helmuth Schönauer)
"Hans Augustin spannt den Bogen seiner Psychodramen quer über die Kontinente. Er vermag die Leserschaft in exotische Gefilde zu entführen, wo unaufdringliches Lokalkolorit gepaart mit packendem Gestus rasche Versenkung in die Handlung garantiert. ... Er hat gut recherchiert, schafft überraschende Wendungen und trifft mit kafkaesker Schärfe das Lebensgefühl von Menschen inmitten epochaler historischer Umwälzungen." (www.literaturhaus.at)
"Ein verwirrendes, berührendes Buch, das erklärend und weise geschrieben ist ... Hans Augustin widmet sich diesen Menschen, als wollte er ein Denkmal für die zahlreichen unbekannten errichten, in einer bestechenden Erzählweise. Seine Worte wiegen leicht und sinken dennoch in die Tiefe ab, als wollten sie die Gedanken nicht erschweren, sondern durch ein umgekehrtes Gegengewicht ablenken. Ihm ist mit dieser Prosasammlung ein schöner und zeitloser Wurf gelungen." (20er)



