Prozesssteuerung : Kanzleiordnung und Verwaltungsmaschine/n (AdminiStudies. Formen und Medien der Verwaltung)

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Prozesssteuerung : Kanzleiordnung und Verwaltungsmaschine/n (AdminiStudies. Formen und Medien der Verwaltung)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783662731819

Description

Um zu verstehen, wie Verwaltungsapparate und Bürokratiemaschinen bürokratische Black Boxes funktionieren sollen, empfiehlt sich die Lektüre ihrer Manuale. Amtsinstructionen, Kanzlei- und Büroordnungen lassen sich jedoch nicht nur als juristisch-formale Gebrauchstexte im Dienste optimierter Aktenläufe, sondern auch als Erzählungen lesen. Diese handeln stets davon, dass Verwaltungen und Organisationseinheiten noch schneller, noch genauer zur Sache gearbeitet haben werden, umfänglich folgend dem Prinzip der Rechtssicherheit, sowieso transparent in Hierarchien eingebunden, zweifelsfrei auf dem je aktuellen medientechnischen Stand, um Daten zu verarbeiten, Entscheidungen zu treffen, darüber Auskünfte zu geben und alles abzulegen. Diese Fähigkeiten einerseits auszustellen und andererseits in Form von Handlungsanweisungen (Manualen ostentativer Korrektheit und Dienstfertigkeit, mit zumeist jahrzehntelanger Gültigkeit, ungeachtet aller Wechsel politischer Regime) durchzusetzen, werden derartige Texte verfasst und auf dem Verordnungsweg an Personal, Publikum (Öffentlichkeit) und Politik adressiert. Der (Open Access-)Band 6 der AdminiStudies unternimmt es, die Geschichte dieser Grundlagentexte, Zusammenhänge wie Folgen der jeweiligen Verordnung, nachzuzeichnen.

Peter Plener & Benno Wagner: Vorwort, Lektüremanual.- Holger Berwinkel: Vor der Maschine. Kanzleiordnungen 1500 1750.- Christian Wimplinger: Von der Richtschnur zum Leitfaden. Zur Geschichte institutioneller Selbstbindung am Beispiel der österreichischen Zentralverwaltung.- Karsten Uhde: Geschäftsordnung und Praxis. Kassel 1867 1914.- David Fliri: Privatangelegenheit? Die Verwaltung des habsburgischen Familienvermögens unter Kaiser Franz Joseph I. im Spiegel der Kanzleiordnungen.- Rupert Gaderer: Die Ordnung der Kanzlei. Karl Kraus und die groteske Souveränität der Bürokratie.- Benno Wagner: Kanzlei und Kontrolle. Österreichische Kanzleiordnungen im Lichte der Kontrollrevolution.- Peter Becker: Die Kaiserliche Kommission zur Förderung der Verwaltungsreform. Ereignisse und Faktoren für ein (erfolgloses) Projekt zum Wandel der öffentlichen Verwaltung.- Peter Plener: Kanzleiordnung und Industrienorm. Zur Neuformatierung der österreichischen Zentralstellen 1923.- Kathrin Kininger: Vom Gang der Geschäfte. Zum Prozess der Entscheidungsfindung in den Akten.- Thomas Eder: Maschine als Metapher.- Angelika Menne-Haritz: Ordnung oder Anordnung. Die digitale Verschärfung der Widersprüche zwischen Kompetenz und Hierarchie.- Kerstin Stüssel: Friktion verordnen. Bürokratische Umständlichkeit (in österreichischen Kanzleiordnungen).- Livia Kleinwächter: »Ihrer Natur nach zu spät«. Zum Problem der kanzleimäßigen Kontrolle von Intransparenz.- Maren Lehmann: »Keineswegs ein Spiel«: Dienstwege, Kommunikationswege, Umwege. Die Kontingenz formaler Ordnungen (aka: Organisation).

Peter Plener ist stellvertretender Leiter der Austrian School of Government (Sektion Öffentlicher Dienst) und wurde dafür zuständig erklärt, über Medien, Kulturtechniken und Organisation der Verwaltung zu arbeiten.

Benno Wagner ist apl. Professor am Germanistischen Seminar der Universität Siegen und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Austrian School of Government. Arbeitsschwerpunkte: Literaturforschung, Organisationstheorie, Global Governance.


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