Description
(Text)
Empirische Untersuchungen haben zeigen können, daß das Strafverfahren potentielle Belastungen für Geschädigte, insbesondere für Kinder, beinhaltet. Ziel dieser Untersuchung ist die Darstellung des gegenwärtigen Umgangs mit Kindern im Strafverfahren. Um dieses Ziel zu erreichen, sind neben einer Analyse von Strafakten qualitative Interviews mit Dezernentinnen und Dezernenten der Staatsanwaltschaft durchgeführt worden. Im Ergebnis zeigt sich, daß Mehrfachvernehmungen von Kindern eine Ausnahmeerscheinung sind. Die Dauer der Verfahren hingegen, ein weiterer potentieller Belastungsfaktor, variiert sehr stark. Es gibt also einige Verfahren, die sehr lange dauern. Verbesserungsansätze sollten sich demnach um eine Vermeidung langdauernder Verfahren bemühen und weniger die Vermeidung von Mehrfachvernehmungen in den Mittelpunkt stellen.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Maßnahmen zum Opferschutz im Strafverfahren bei sexuellem Mißbrauch - Darstellung der Verfahrenswirklichkeit in Niedersachsen - Zusammenhänge zwischen potentiellen Stressoren und Maßnahmen zum Opferschutz.
(Author portrait)
Die Autorin: Tanja Gunder, geboren 1971 in Goslar. Von 1990 bis 1995 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hannover. Von 1995 bis 1998 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrgebiet für Strafrecht, Strafprozeßrecht und Kriminologie am Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Hannover. Seit Ende 1998 Rechtsreferendarin am OLG Celle; Promotion 1999.



