Description
Der Lohnabstand zwischen Frauen und Männern betrug im Jahr 2007 in Deutschland 23 Prozent. Deutschland weist damit im EU-Vergleich noch immer einen relativ hohen Wert auf. Der vorliegende Beitrag zeigt, welche Indikatoren, Methoden und Daten sich für eine Bestimmung der geschlechtsspezifischen Lohnlücke heranziehen lassen. Eine pauschale Gleichsetzung der Lohnlücke mit Diskriminierung greift im Ergebnis zu kurz: Vor allem die bis zuletzt von Frauen wesentlich häufiger als von Männern in Anspruch genommenen Kindererziehungszeitzen als Erwerbspausen erhöhen die Lohnungleichheit in Deutschland. Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass danach eine Rückkehr in das Erwerbsleben wenn sie denn überhaupt erfolgt eher selten in Vollzeittätigkeiten stattfindet. Vor diesem Hintergrund bietet sich ein noch stärkeres politisches Engagement im Bereich der Kinderbetreuungsinfrastruktur und des Elterngelds an. Dipl. Volkswirtin Laura-Christin Diekmann, Studium der Volkswirtschaftslehre sozialwissenschaftlicher Richtung in Köln und Paris; 2007 - 2008 Referentin im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Forschungsfeld Bevölkerungsökonomik. Dipl.-Ökonom Holger Schäfer, Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bremen; wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Harz; Senior Researcher bei ProRegio Consult GmbH; seit 2000 im Hauptstadtbüro des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Senior Economist im Arbeitsbereich Arbeitsmarktökonomik. Dr. rer. pol. Jörg Schmidt, Studium der Volkswirtschaftslehre in Göttingen, Dipl.-Volkswirt; Von 2002 bis 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotion am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft II an der Universität Münster; seit 2007 im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Economist im Kompetenzfeld Arbeitsmarkt- und Personalökonomik; seit 2008 im Hauptstadtbüro des IW in Berlin.



