Junge Kämpfer, alte Opportunisten : Die Mitglieder der NSDAP 1919-1945

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Junge Kämpfer, alte Opportunisten : Die Mitglieder der NSDAP 1919-1945

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783593506142

Description

Wie viele Menschen tatsächlich Mitglied der NSDAP waren, ist weitgehend unbekannt. War die NSDAP eine "Arbeiterpartei " oder doch, wie heute noch viele meinen, eine Mittelschichtbewegung? Wie sah es mit den Frauen in der NSDAP aus, einer kleinen, aber wachsenden Minderheit, die gegen Kriegsende immerhin fast 40 Prozent der Neueintretenden ausmachte? Wer schaffte es, ihr in den Jahren beizutreten, in denen die Partei für die Allgemeinheit geschlossen war? Und wer waren die Menschen, rund eine Dreiviertelmillion (!), die zwischen 1925 und 1945 die NSDAP wieder verlassen haben? Auf diese und viele weitere Fragen gibt dieses Buch - zum Teil verblüffend neue - Antworten. Seine Analysen entstanden im Rahmen des langjährigen Mainzer Forschungsprojekts "Die Mitglieder der NSDAP 1925 - 1945", das auf dem mit weitem Abstand größten Datensatz aus der Zentralen NSDAP-Mitgliederkartei fußt: einer Stichprobe von fast 50 000 Personen der Jahre 1925 bis 1945, die das gesamte Deutsche Reich samt den angeschlossenen und annektierten Gebieten umfasst, sowie einer Stichprobe früher NSDAP-Mitglieder für die Jahre 1919 bis 1922. Inhalt

Vorwort9

Jürgen W. Falter

I.Einführende theoretische Überlegungen zur NSDAP

Wer durfte NSDAP-Mitglied werden und wer musste draußen bleiben?15

Jürgen W. Falter

Warum treten Menschen Parteien bei und warum verlassen manche sie wieder? Theoretische Ansätze zur Erklärung von Parteibeitritten und Parteiaustritten am Beispiel der NSDAP41

Jonas Meßner

Spezifische Erklärungsmodelle und Motive der NSDAP-Mitgliedschaft65

Jürgen W. Falter

Was wissen wir über die NSDAP-Mitglieder? Ein Blick auf den Forschungsstand89

Jürgen W. Falter

II.Empirische Grundlage:

Datensatz zu den Mitgliedern der NDSAP Die Stichprobenziehung aus der NSDAP-Zentralkartei:

Stichprobenverfahren und Stichprobenäquivalenz121

Kristine Khachatryan und Jonas Meßner

Der Datensatz zu den Mitgliedern der NSDAP 1925 bis 1945: Datensatzstruktur, Datenbereinigung und Gewichtung151

Kristine Khachatryan und Jonas Meßner

III.Allgemeine Untersuchungen zur Mitgliedschaft im Kerngebiet des Deutschen Reiches

Wie viele NSDAP-Mitglieder gab es überhaupt und wie viele davon waren überzeugte Nationalsozialisten?177

Jürgen W. Falter und Kristine Khachatryan

Junge Kämpfer, alte Opportunisten und gar nicht so wenig Frauen: Eine Typologie der NSDAP-Neumitglieder197

Kristine Khachatryan

Politische Tradition und NSDAP-Beitritt217

Alexander Röckl

Beitritte und Mitgliederstruktur in Zeiten der Aufnahmesperre245

Evelyn Otto

Austritte aus der NSDAP 1925 bis 1945271

Jonas Meßner

Frauen in der NSDAP. Eine empirische Analyse der weiblichen Neumitglieder297

Anna Schley

IV.Regionale und lokale Sonderaspekte

Die sudetendeutschen und österreichischen NSDAP-Mitglieder. Ein Vergleich mit den Mitgliedern aus dem Altreich319

Benjamin Hertlein

Die NSDAP-Mitglieder in Danzig-Westpreußen und dem Saargebiet335

Anne-Kathrin Stroppe

Die Mitglieder der frühen (NS)DAP (1919 bis 1922): Zur Sozialstruktur in den Ortsgruppen München, Rosenheim, Landshut, Passau und Mannheim361

Axel Böhm

Die Keimzelle des Nationalsozialismus: Die Mitglieder der Münchener Ortsgruppe der NSDAP in den Jahren 1919 bis 1921 und 1925 bis 1929381

Axel Böhm und Jürgen W. Falter

Die Mitglieder der NSDAP in Oppenheim und Nierstein am Rhein - ähnlich, aber nicht gleich397

Henrik Neumann

Die österreichische NSDAP als asymmetrische Volkspartei: Soziale Dynamiken oder bürokratische Selbstkonstruktion?417

Gerhard Botz

Alte Gewissheiten - neue Erkenntnisse: Ein Resümee463

Jürgen W. Falter

Literatur477

Autorinnen und Autoren498
Jürgen W. Falter war von 1993 bis 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Innenpolitik und Empirische Politikforschung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von 2012 bis 2019 hatte er dort eine Forschungsprofessur am Institut für Politikwissenschaft inne. Seit 2001 ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. »Jürgen Falter ist der Erste, der sich nicht auf die Parteigenossen einer bestimmten Region zu einer bestimmten Zeit beschränkt. Falter nimmt alle in den Blick, die je der Partei beigetreten sind, von der Neugründung der NSDAP 1925 bis zum Ende des 'Dritten Reichs'.« Matthias Gafke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 04.12.2016

»Die Untersuchungen legen ein neues Fundament für die quantitative Beschäftigung mit der NSDAP. Und eröffnen damit ein überaus spannendes, bislang nicht untersuchtes Feld.« Sven Felix Kellerhoff, Die Welt, 16.09.2016

»Jürgen W. Falter ist nicht nur einer der bekanntesten deutschen Politikwissenschaftler [...], sondern auch einer der Pioniere in der Erforschung des Nationalsozialismus.«, Rhein-Neckar-Zeitung, 15.11.2016

»Dieser Band darf auch und gerade als eine Steilvorlage für die historische Zunft gelten. Eine Kulturgeschichte des Politischen, für die die Auseinandersetzung mit dem Nationalismus bisweilen noch immer wie eine Fahrt auf hoher See wirkt, findet in ihm einen soliden Anker.« Carsten Kretschmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2017

»Sehr erhellend.«, P.M. History, 09.02.2017

»Der Band erweist sich [...] als hervorragendes Überblickswerk, das bisherige Studien um quantitative Erkenntnisse erweitert und hinlänglich bekannte Fakten anhand zahlreicher Grafiken und Tabellen statistisch verifiziert. In der Gesamtschau bleibt zu konstatieren, dass der von Falter und seinem Team vorgelegte Sammelband ein neues Fundament für die soziografische Beschäftigung mit der NSDAP legt, auf dem künftige Studien aufbauen können.« Martin Göllnitz, Das Historisch-Politische Buch

»Die Studie leistet einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis des ungeheuren und ursprünglich so nicht zu erwartenden Erfolgs der Partei.« Ernst Piper, Der Tagesspiegel, 20.10.2016

»Die hat.NSDAP überraschend viele Aus- und Eintritte gehabt. [...] Das ist ein erstaunlicher Befund, den wir dem Mainzer Politologen Jürgen W. Falter und seiner Forschungsgruppe verdanken.« Werner Birkenmaier, Stuttgarter Zeitung, 30.12.2016

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