Erinnerung erschreiben : Gender-Differenz in Texten von Auschwitz-Überlebenden. Mit einem Vorwort von Ruth Klüger (287 S. 214 mm)

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Erinnerung erschreiben : Gender-Differenz in Texten von Auschwitz-Überlebenden. Mit einem Vorwort von Ruth Klüger (287 S. 214 mm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783593504902

Description


(Short description)
Frauen und Männer erlebten in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern "the same hell, but different horrors", so Myrna Goldenberg. Erst 1990 sensibilisierte Goldenberg damit für den Stellenwert der Kategorie Gender für das Funktionieren wie das Erleben dieses Systems der Gewalt. Was bedeutet dies für die Erinnerung an die Lager? Auf der Grundlage von Judith Butlers performativem Modell von Geschlecht betrachtet die vorliegende Studie das in Zeugnissen von Auschwitz-Überlebenden wirksame "doing gender" als Weg der Erinnerung an das Erlebte. Gegen ein Dispositiv, das ihre Menschlichkeit zu zerstören und sie auf das "nackte Leben" zu reduzieren versuchte, gelang es den Überlebenden, sich im Schreiben wieder ihres Mann- oder Frau-Seins zu vergewissern.
(Table of content)
Inhalt

Dank 7
Vorwort 9

Sexing the Memory - Geschlechterdifferenz in den
Erinnerungen an Auschwitz 11
Forschungsstand 18
Textauswahl 20
Methodologische Grundlagen 22

1 Verkörperte Erinnerungen 25
1.1 Körper haben oder sein? 31
1.2 doing gender im Lager 71
1.3 Körper ohne Gewicht 99

2 (Zwangshetero)Sexualität 117
2.1 Frau-Sein im KZ 120
2.2 Gefährdete Weiblichkeit 139
2.3 Mann-Sein im KZ 150
2.4 Gefährdete Männlichkeit 174

3 Identität - (De)Subjektivierung? 197
3.1 Anrufung - Tätowierung weiblicher und männlicher Häftlinge 205
3.2 Umwendung - Textuelle (Gegen)Reaktionen der Überlebenden 217
3.3 Die KZ-Nummer nach Auschwitz 238

4 "Puppenhäuser": Zwangsprostituierte im KZ - dem
Nichterinnern nachgehen 251

Literatur 265

(Review)
»Der systematische Vergleich der literarischen Zeugnisse von Frauen und Männern - insbesondere einer ganzen Reihe in dieser Form bislang nicht besprochener kanonischer Texte - [ist] gelungen und bietet zahlreiche Möglichkeiten für eine weiterführende Diskussion.« Dennis Bock, H-Soz-Kult, 16.09.2016 »Reflektiert und theoretisch gut fundiert.« Maria Fritsche, Neue Politische Literatur, 12.05.2017 »Eine spannende Studie, für die [Margret Graf] aus fast hundert autobiografischen Texten von Auschwitz-Überlebenden 24 ausgesucht und einem 'close reading' unterzogen hat - auf respektvoller Suche nach Gender-De- & Re-Konstruktionen.«, WeiberDiwan, 06.07.2016
(Author portrait)
Margret Graf, Dr. phil., promovierte an der Ruhr-Universität in Bochum und war Mitglied der RUB Research School.Margret Graf, Dr. phil., promovierte an der Ruhr-Universität in Bochum und war Mitglied der RUB Research School.

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