Description
Dieses Buch entwickelt mit Enterprise Domain Engineering einen methodischen Ansatz, der Fachlichkeit ins Zentrum der IT-Architektur stellt und Digitalisierung semantisch und governancefähig ordnet. Digitale Transformationsvorhaben stehen vor einem strukturellen Problem: Trotz wachsender technologischer Leistungsfähigkeit gelingt es vielfach nicht, fachliche Komplexität nachhaltig, verständlich und revisionssicher in IT-Systemen abzubilden. Die Ursachen liegen selten in einzelnen Werkzeugen, sondern in einer verfehlten Ordnungsperspektive. Fachliche Logik wird häufig nachträglich in technische Architekturen eingepasst - mit der Folge wachsender Komplexität, semantischer Brüche und langfristig unbeherrschbarer Systeme. Dieses Buch entwickelt mit dem Ansatz des Enterprise Domain Engineerings eine methodische Alternative. Ausgangspunkt ist die Einsicht, dass Fachlichkeit nicht ein nachgelagerter Aspekt der IT-Architektur ist, sondern deren primäre Ordnungsgrundlage. Architektur entsteht hier nicht aus Produktlogiken oder technischen Standards, sondern aus der Erschließung fachlicher Semantik. IT wird damit zum Instrument einer fachlich begründeten Ordnung. Der Band verbindet langjährige Projekterfahrung aus komplexen Organisations- und IT-Landschaften mit einer systemtheoretisch und ordnungstheoretisch fundierten Perspektive. Behandelt werden zentrale Themen moderner Unternehmensarchitekturen - darunter Terminologiearbeit, Massenverarbeitung, Consent Management, Portale, Integrationsschichten sowie Governance- und Datenschutzanforderungen - und deren Einbettung in einen konsistenten semantischen Gesamtzusammenhang. Zugleich ist das Buch Teil eines mehrbändigen Werkzusammenhangs, der auf eine Neubestimmung der Rolle von Semantik in digitalen Systemen zielt. Das Buch richtet sich an Architekten, Fachverantwortliche, IT-Strategen und Entscheidungsträger, die digitale Systeme fachlich konsistent, erklärbar und langfristig tragfähig gestalten wollen. Es versteht sich als methodische Grundlegung und lädt dazu ein, etablierte Architekturmuster kritisch zu hinterfragen - insbesondere im Kontext datengetriebener Systeme und des Einsatzes Künstlicher Intelligenz. Marko O. G. Schaumburg ist Autor wissenschaftlicher Grundlagenwerke mit einem mathematisch-systemtheoretischen Schwerpunkt. Er studierte Technische Physik sowie kontinuierliche und diskrete Mathematik, darunter Differentialgleichungssysteme, Lineare Algebra, mathematische Logik, Ordnungs- und Verbandstheorie sowie Formale Begriffsanalyse. Der Abschluss in Technischer Physik erfolgte mit Bestnote.Teile seiner Ausbildung in der Formalen Begriffsanalyse erfolgten im Umfeld der Darmstädter Schule, unter anderem bei Karl Erich Wolff. Ergänzend befasste er sich mit numerischen Approximationsverfahren.Neben seiner mathematischen Arbeit ist er philosophisch und theologisch geprägt; diese Perspektiven fließen in seine Analysen normativer Ordnung und gesellschaftlicher Systeme ein.



