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Description
(Short description)
Eines der wichtigsten politischen Ziele Ungarns in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Aufbau eines sprachlich homogenen Nationalstaates. Die Regierungen sowie weitere staatliche und kulturelle Institutionen entfalteten eine zunehmend repressive Magyarisierungspolitik, um die sogenannten nationalen Minderheiten zu assimilieren. Der Autor untersucht die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit in den Bemühungen der »Nationswächter«, der Stadt ein politisch-sprachlich-kulturell eindeutiges Gepräge zu geben und thematisiert das lokale Zusammenleben in unterschiedlichen Lebenswelten wie der Politik, Wirtschaft, Kirchen, Vereine oder Schulen. Assimilierungspraktiken und Minderheitenpolitik im urbanen Raum in Österreich-Ungarn, 1867-1918.
(Text)
Kaum eine Region in Europa ist in ihrer Geschichte so sehr von religiöser, sprachlicher und ethnischer Vielfalt geprägt worden wie Ostmitteleuropa. Die Städte waren bereits zur letzten Jahrhundertwende Laboratorien dieser Heterogenität. Die vorliegende Arbeit erkundet ein solches Laboratorium.Frank Henschel geht am Beispiel der bis 1918 ungarischen, heute slowakischen Stadt Kosice der Frage nach, wie sich das Zusammenleben von Ungarn, Deutschen und Slowaken unter dem Eindruck der Magyarisierungspolitik, dem Versuch der Schaffung eines sprachlich homogenen Nationalstaates, zwischen 1867 und 1918 gestaltete. Die Spannung zwischen nationalistischer Praxis und der sprachlichen, religiösen und kulturellen Vielfalt der städtischen Gesellschaft untersucht der Autor konkret in den Lebenswelten der Politik, Kultur, Kirchen, Schulen und Wirtschaft.
(Author portrait)
Dr. Frank Henschel ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Bremen in einem von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Postdoc-Projekt am Institut für Geschichtswissenschaft.