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Description
Neues entsteht nicht, wo Verständigung reibungslos funktioniert und kulturelle Muster uns die Orientierung im Alltag erleichtern. Es entsteht, wo wir nicht unmittelbar verstehen und unsere Ordnungsmuster versagen. Die daraus entspringende Dynamik kultureller Innovationen kann zwar rückblickend als kontinuierliche Entwicklung beschrieben werden, tatsächlich resultiert sie aber aus Brüchen, Unfällen oder, wie Jurij Lotman in seinem kulturtheoretischen Grundlagenwerk schreibt, aus »semiotischen Explosionen«.Der Name Jurij Lotman steht seit langem für eine der differenziertesten und originellsten semiotischen Theorien des 20. Jahrhunderts. In der deutschen Literatur- und Kulturwissenschaft ist er bislang aber fast ausschließlich durch seine Studie über Die Struktur literarischer Texte präsent. Mit dem Band Kultur und Explosion erhält der deutschsprachige Leser nun erstmals einen Einblick in Lotmans komplexe Theorie kultureller Innovation. Problemstellung
Ein System mit nur einer Sprache
Sukzessive Entwicklung
Das Diskontinuierliche und das Kontinuierliche
Semantische Überschneidung als Sinnexplosion. Inspiration
Ein denkendes Schilfrohr
Die Welt der Eigennamen
Der Narr und der Wahnsinnige
Der Text im Text
Das verkehrte Bild
Die Logik der Explosion
Der Moment der Unvorhersagbarkeit
Innere Strukturen und äußere Einflüsse
Zwei Formen von Dynamik
Der Traum - ein semiotisches Fenster
»Ich« und »Ich«
Das Phänomen der Kunst
»Ende! Wie klangvoll dieses Wort ist ...!«
Perspektiven
Anstelle einer Zusammenfassung
Anmerkungen zu Transliteration und Übersetzung
Nachwort Lotman, Jurij M.Jurij M. Lotman (1922-1993), Mitbegründer der Moskauer-Tartuer Schule, war Literaturwissenschaftler und Kultursemiotiker. Frank, Susi K.Susi K. Frank ist Privatdozentin für Slawische sowie Allgemeine und Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Konstanz. Ruhe, CorneliaCornelia Ruhe ist Wissenschaftliche Angestellte am Fachbereich Literaturwissenschaft der Universität Konstanz. Schmitz, AlexanderAlexander Schmitz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle »Kulturtheorie und Theorie des politischen Imaginären« an der Universität Konstanz. Trottenberg, DorotheaDorothea Trottenberg wurde 1957 in Dortmund geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Diplom-Bibliothekarin studierte sie Slawistik in Köln und Leningrad. Derzeit betreut sie das Fachreferat Slawistik und Osteuropa-Studien an der Universitätsbibliothek Basel und ist als freie Übersetzerin klassischer und zeitgenössischer russischer Literatur tätig. Trottenberg lebt in Zürich. »Lotman ... ist ein unerschöpflicher Quell an Ideen und Beobachtungen.« Frankfurter Allgemeine Zeitung 20100614



