Description
Die Frage, wie Schiedsverfahren vor abredewidrigen Klagen effektiv geschützt werden können, ist ein praktisches Problem. Die Arbeit nimmt Prozessführungsverbote, Schadensersatzansprüche und Vertragsgestaltungsmöglichkeiten in den Blick. Sie analysiert ihre Tatbestandsvoraussetzungen und Durchsetzbarkeit, um auszuloten, welche Reaktionsmöglichkeiten bestehen, wenn eine Partei unter Missachtung der Schiedsvereinbarung vor einem deutschen, mitgliedstaatlichen oder drittstaatlichen Gericht klagt. »Contractual Means of Protection for Arbitration Proceedings«: How can arbitration proceedings be effectively protected against actions in breach hereof? This dissertation analyses prerequisites and enforceability at anti-suit injunctions and damage claims and explores contract drafting options safeguarding the arbitration agreement. It provides an overview of what happens if a party brings a claim in breach of the arbitration agreement before a German, Member State or 'third country' court. 1. GrundlagenBegriff der Schiedsgerichtsbarkeit - Motivation für den Abschluss einer Schiedsvereinbarung - Obstruktionsmöglichkeiten des Schiedsverfahrens2. Die vertragliche Absicherung des Schiedsverfahrens durch eine Pflicht, Klagen vor staatlichen Gerichten zu unterlassenRaum für Unterlassungspflichten im deutschen und im international vereinheitlichten Recht - Rechtsnatur der Schiedsvereinbarung - Bestehen einer Pflicht, die Anrufung staatlicher Gerichte zu unterlassen?3. Die Durchsetzung der Unterlassungspflicht als PrimäranspruchExistenz eines Erfüllungsanspruchs bei Prozessverträgen - Erlass von Prozessführungsverboten durch Staats- und Schiedsgerichte - Wechselseitige Prozessführungsverbote4. Die Durchsetzung der Unterlassungspflicht als SekundäranspruchTatbestandsvoraussetzungen des 280 Abs. 1 BGB - Durchsetzung des Schadensersatzanspruch5. Die vertragliche Absicherung des Schiedsverfahrens durch VertragsgestaltungEinzelne Vertragsgestaltungsmöglichkeiten - Vertragsgestaltung in (AGB) - Europarechtliche Implikationen Johann Jakob Stachow studied law at the Albert-Ludwigs-University Freiburg from 2011 to 2016. He then worked as a research assistant at the Chair for German, European and International Private and Procedural Law of Prof. Dr. Katharina Lugani at Heinrich-Heine-University Düsseldorf. In fall 2019, he spent a three-month research stint at the Max-Planck-Institute for International, European and Regulatory Procedural Law in Luxembourg. He completed his legal traineeship from 2020 to 2022 in the district of the Düsseldorf Higher Regional Court. Today he works as a lawyer in Düsseldorf.



