- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Social Sciences, Jurisprudence & Economy
- > Jurisprudence & Law
- > general surveys & lexicons
Description
(Short description)
Die Studie untersucht wissenschaftsgeschichtlich die Forschung zum hansischen Recht. Anhand der Literatur vom 19. bis zum beginnenden 21. Jahrhundert werden Biographien, Inhalte der Forschung und Methoden nachgezeichnet. Das hansische Recht erweist sich dabei als äußerst wandelbar und mit Prämissen belastet. Ein Nachweis des hansischen Rechts ist bis heute nicht gelungen und erscheint angesichts der heutigen Annahmen zur Hanse kaum begründbar.
(Text)
Das hansische Recht ist ein kaum untersuchtes rechtshistorisches Phänomen. In dieser Studie wird wissenschaftsgeschichtlich untersucht, was Forscher unterschiedlicher Generationen unter hansischem Recht verstanden und wie sie ihre Ergebnisse begründeten. Dabei wird die Literatur insbesondere ab dem 19. Jahrhundert bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts ausgewertet. Einige Forscher stehen dabei im Vordergrund, wie Wilhelm Ebel (1908-1980), Rechtshistoriker in Göttingen und tief in den nationalsozialistischen Unrechtsstaat verstrickt. Dessen ungeachtet werden die Kernthesen seines grundlegenden Vortrags von 1949 bis heute tradiert. Die Untersuchung zeigt auf, dass das hansische Recht bis heute nicht nachgewiesen ist und die Forschung stets auf angreifbare Prämissen zurückgreifen musste. Überdies wird eine Inkompatibilität zwischen dem heutigen Hansebild und dem tradierten Begriff des hansischen Rechts aufgezeigt.
(Table of content)
A. EinleitungGegenstand - Die Problematik einer Wissenschaftsgeschichte mit hansischen Bezug - Begrenzungen - Stand der ForschungB. Altes Reich bis 1806: Hansisches Recht als ein Phänomen des geltenden RechtsPublikationen und Strukturen der Werke sowie ihre Autoren - Themen - Methoden und PrämissenC. Hansisches Recht in Sartorius' Geschichte des Hanseatischen BundesGeorg Friedrich Sartorius - Die Rechtsnatur der Hanse - Die hansische Verfassung und die Wirkung der Hanserezesse - Die rechtlichen Einflüsse der Städte - Hansisches RechtD. 19. und beginnendes 20. Jahrhundert: Hansisches Recht in den Städten und als Vorläufer eines gemeinsamen RechtsPublikationen und Strukturen der Werke sowie ihre Autoren - Themen - Methoden und PrämissenE. Hansisches Recht im Nationalsozialismus: Der KaufmannPublikationen und Strukturen der Werke sowie ihre Autoren - Themen - Methoden und PrämissenF. Hansisches Recht in der BRD und der DDR: Von europäischen Bürgern und deutschen StädtenPublikationenund Strukturen der Werke sowie ihre Autoren - Themen - Methoden und PrämissenG. Zusammenfassung und AusblickW. Ebels Definition des hansischen Rechts - Ideologische Nachwirkungen - Hansische Verfassung - Stadtrecht: Lübeck im Fokus - AusblickAnhangQuellen- und LiteraturverzeichnisPersonen- und Sachverzeichnis
(Review)
»So bietet Carsten Groths Buch einen kompetenten und gut lesbaren (aber wegen der angemerkten Methode nicht immer leicht benutzbaren) Führer durch die Geschichte der Hanseforschung, der sich durch ein Personen- und ein Sachverzeichnis erschließt (329-336). Seine Analysen liefern zu den abgeschichteten Zeithorizonten der Darstellungsordnung wissenschaftsgeschichtliche Erkenntnisse, die sich mit vergleichbaren Werken zur Ideengeschichte, beispielsweise aus der Geschichtswissenschaft, in Beziehung setzen lassen.« Dr. Caspar Ehlers,in: Rechtsgeschichte, Band 26/2018 »nicht nur eine Untersuchung zur Rechtsgeschichte sondern auch ein sehr profunder Beitrag zur Geistesgeschichte [...].« Dr. Heinrich Walle, in: Das Historisch-Politische Buch, Jg. 65, 1/2017