Menschenbilder im Wandel ihrer Aspekte: von Vernunft- zu Mischwesen : Ideengeschichte einer Verfassungsanthropologie (Wissenschaftliche Abhandlungen und Reden zur Philosophie, Politik und Geistesgeschichte 75) (2013. 248 S. 210 mm)

個数:

Menschenbilder im Wandel ihrer Aspekte: von Vernunft- zu Mischwesen : Ideengeschichte einer Verfassungsanthropologie (Wissenschaftliche Abhandlungen und Reden zur Philosophie, Politik und Geistesgeschichte 75) (2013. 248 S. 210 mm)

  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783428141845

Description


(Short description)
Die Menschenrechte setzen den Begriff "Mensch" als Selbstverständlichkeit voraus. Die Ideengeschichte zeigt jedoch, dass das Menschenbild erheblichen Wandlungen unterlag. Heute stellen gentechnologische Experimente und technische Aufrüstungen des Menschen dessen Eigenart zunehmend in Frage. Mischwesen verwischen die Grenzen zwischen Mensch und Tier. Wozu zählen "mice with human brains"? Dürfen sie wie nicht nidierte menschliche Embryos verwendet und entsorgt werden? Die Untersuchung diskutiert die historisch und durch die Rechtsprechung entwickelten Kriterien des Menschseins.
(Text)
Das Grundgesetz und die Menschenrechtskodifikationen gehen vom Menschen als einer Selbstverständlichkeit aus, wenn sie ihm eine Würde und das Recht zu leben zuschreiben. Die Ideen- und Rechtsgeschichte zeigen jedoch, dass Menschenbilder Ansichtssache sind. Seit der Renaissance und verstärkt während der Aufklärung haben die Vorstellungen, die Menschen sich von sich machten, erhebliche Wandlungen erfahren, je nachdem, welche Kriterien den Ausschlag geben sollten: die Schöpfung? die Physis? der aufrechte Gang? die Vernunft? Seitdem der Orang-Utan entdeckt und das Tierische im Mensch thematisiert wurden, geriet die Abgrenzung zum Tier zu einem Dauerproblem der Selbsterkenntnis. Medizin und Naturwissenschaften verdrängten dabei die Theologie aus der Deutungshoheit. Das Problem ist dringlicher geworden, seitdem Vorstadien des Menschen biotechnologisch produziert, menschliche und tierische Gene und Organe miteinander verbunden und Menschen technisch »optimiert« werden. Die Antwort auf die Frage, welcher Art »Mischwesen« wie »mice with human brains« oder Menschen mit Gehirnsimulatoren sind, entscheidet darüber, ob die produzierten Wesen instrumentalisiert und beseitigt werden dürfen oder ob ihnen Menschenwürde und Lebensrechte zustehen.

Die Untersuchung diskutiert die unterschiedlichen Denk- und Interessenansätze, mit denen Ethik und Recht einerseits, Forschungsneugier und Gesundheitsindustrie andererseits ihre streitigen Folgerungen ziehen. Sie verfolgt die These, dass das vom Bundesverfassungsgericht gezeichnete Menschenbild nicht mehr genügt und der Nachzeichnung bedarf, sollen die stattfindenden Entartungen nicht dem Pragmatismus einer wechselhaften Gesetzgebung überantwortet bleiben.
(Table of content)
I. Der Mensch als Frage

Anthropozentrik - Perspektiven - Studienplan

II. Anthropologische Wenden

Humanismus - Welterfahrungen - Physiologische Einsichten - Maschinenwesen - Sozialisationen - Vernunft-Mensch - Qualitätsauslesen - Rephilosophierte Anthropologien - Zwischenbilanz

III. Entgrenzungen der Spezies Mensch

Dekonstruktionen - Entartungen: Chimbrids - Modifikationen des Gehirns - Modifikationen der Keimbahnen - Fiktionale Metamorphosen - Semantische Abstraktionen - Technisierungen: Cyborgs - Zwischenbilanz

IV. Mischwesen im ethischen Wettbewerb

Unternehmen »Ethik« - »Britische« Ethik - »Deutsche« Ethik - Relativierungen - Medizinethiken - Christliche Menschenbilder - Tierethik - Verantwortungen - Zwischenbilanz

V. Konzepte der Spezies Mensch

Intuitive Konzepte - Judikative Konzepte - Biologische Konzepte - Phänotypische Konzepte - Qualifizierende Konzepte - Enwicklungspotentiale - Optimierungskonzepte - Mischwesen »sui generis« - Zwischenbilanz

VI. Rechtsstatus

Das Biomedizin-Übereinkommen - Biomedizingesetze - Verfassungsstatus: Mensch/Tier - Menschenrechtspositionen - Ausdehnungen des »Menschenbildes« - Verfassungsfiktionen - Ähnlichkeiten: Analogien - Ein- und Ausgrenzungen

VII. Reflexionen

Literaturverzeichnis

最近チェックした商品