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Description
Der Investiturstreit galt lange als epochales Ereignis der mittelalterlichen Geschichte. Generationen von Historikern haben sich der Kontroverse gewidmet und dabei die großen politischen Themen diskutiert. Auch die jüngst belebte Debatte um Heinrichs IV. Gang nach Canossa hat den Blick auf die politischen Dimensionen konzentriert. Vor dem Hintergrund einer auf kulturgeschichtliche Fragen ausgerichteten Geschichtswissenschaft überrascht diese Verengung. Aus dieser Perspektive gilt es, die kommunikative Situation in den Mittelpunkt zu rücken, nach Medien der Auseinandersetzung zu fragen, nach räumlichen Dimensionen und nach jenen Veränderungen, die sich aus dem neuen kommunikativen Kontext für die Streitkultur ergaben. Georg Strack ist Professor für Geschichte des Hoch- und Spätmittelalters an der Philipps-Universität Marburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen u.a. die Geschichte des Papsttums und der Kreuzzüge sowie die Humanismus- und Rhetorikforschung. Dr. Eugenio Riversi ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. Er hat sich mit dem Investiturstreit, der Geschichte von Frauen und Häresie sowie der Inklusion als Demokratisierungsprozess beschäftigt. Jochen Johrendt ist Universitätsprofessor für Mittelalterliche Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte des Papsttums und Italien, Hilfswissenschaften sowie Editorik und Quellenkunde. Gerhard Lubich, Jahrgang 1964, hat in Köln studiert und promoviert. Als Mitarbeiter der Regesta Imperii habilitierte er in Düsseldorf und ist seit dem SoSe 2007 Professor für Geschichte des Frühen und Hohen Mittelalters sowie der Historischen Hilfswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Matthias Schrör ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Düsseldorf. Prof. Dr. Matthias Becher studierte Geschichte und Politische Wissenschaften in Konstanz und ist seit 1998 Professor für Mittelalterliche und Neuere Geschichte an der Universität Bonn. Von 2016 bis 2021 war er Sprecher des Sonderforschungsbereichs 1167, seither leitet er das Bonner Zentrum 'Macht und Herrschaft'. Wilfried Hartmann ist Professor em. für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Tübingen. Thomas Wetzstein ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main. Dr. Klaus Herbers ist Prof. em. für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist Experte für die Geschichte Spaniens und des Papsttums im frühen und hohen Mittelalter. Roland Zingg war Assistent am Historischen Seminar der Universität Zürich. Gegenwärtig ist er Mitarbeiter der Monumenta Germaniae Historica in München.



