Description
Die Institutionen, Handlungsfelder und Praktiken der schulischen und außerschulischen Erziehungshilfe sind von den Bezugsdisziplinen der Sonder- und Sozialpädagogik empirisch untersucht, aber kaum theoretisch aufgearbeitet worden. Mit der Devianzpädagogik formuliert der Autor eine allgemeine (feldübergreifende) Theorie der Erziehungshilfe . Ihr liegt ein dialektisches Verständnis zugrunde: Soziale Abweichung im Kindes- und Jugendalter wird nicht nur als Ausdruck für Anpassungsstörungen in erschwerten Lebenslagen erfasst; Devianz erweist sich zugleich als Ergebnis gesellschaftlicher und pädagogischer Zuschreibungen und Normierungen. Devianzpädagogik schärft so den kritischen Blick auf Theorie und Praxis der Erziehungshilfe in Schule und Jugendhilfe. Univ.-Prof. Dr. Marc Willmann leitet den Arbeitsbereich Pädagogik in der schulischen Erziehungshilfe an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.



