Full Description
Wann ist ein rechtsgeschäftliches Surrogat nach allgemeinem Schuldrecht und nach bereicherungsrechtlichen Vorschriften herauszugeben? Nathan Krian untersucht zunächst die funktionalen Entsprechungen im Recht von England und Wales und setzt dann die dabei gewonnenen Erkenntnisse mit den Argumentationslinien des deutschen Rechts in vergleichbaren Konstellationen in Beziehung, um die Wertungen des englischen Rechts für die deutsche Diskussion nutzbar zu machen. Besonders aufschlussreich ist dabei der Zuweisungsgehalt vertraglicher Versprechen im englischen Recht, der für die Begründung der Herausgabepflicht des rechtsgeschäftlichen Surrogats im Sinne des § 285 Abs. 1 BGB von besonderem Interesse ist. In diesem Zusammenhang analysiert der Autor jene Fälle, in denen der Zuweisungsgehalt vertraglicher Versprechen im Wege des tracing verwirklicht wird - insbesondere in den Anwendungsfällen des Vendor Purchaser Constructive Trust. Hierzu wird zunächst ein Überblick über das Institut des Trust sowie über die Voraussetzungen des Vendor Purchaser Constructive Trust und der Specific Performance gegeben. Schließlich umfasst die Untersuchung zur Herausgabe des rechtsgeschäftlichen Surrogats im englischen Recht auch eine Auseinandersetzung mit den Konzepten des Disgorgement und der Damages, um ein vollständiges Bild der Anspruchsmechanismen zu zeichnen.
Contents
Einleitung
Kapitel 1: Der Stand im deutschen Recht
A. Fälle
B. Anspruch auf rechtsgeschäftliche Surrogate bei Vertragsbeziehung
C. Anspruch auf rechtsgeschäftliche Surrogate ohne Vertragsbeziehung
D. Zusammenfassung
Kapitel 2: Das rechtsgeschäftliche Surrogat im englischen Recht
A. Einleitung
B. Tracing
C. Alternative Methoden zur Gewinnabschöpfung
D. Exkurs: Termination of contract
E. Die Haftung des Dritten
F. Lösung der Fälle
G. Zusammenfassung der Gründe für die Herausgabe des rechtsgeschäftlichen Surrogats
H. Ergebnis zum englischen Recht
Kapitel 3: Übertragbare Ergebnisse aus der Untersuchung des englischen Rechts
A. Argumente für § 285 Abs. 1 BGB
B. Argumente für § 346 Abs. 1 BGB
C. Argumente für § 818 Abs. 1 und 2 BGB
D. Argumente für § 816 Abs. 1 BGB
E. Argumente für § 822 BGB
F. Ergebnis der Rechtsvergleichung
Zusammenfassung



