Full Description
Grenzüberschreitende Klimaklagen tragen den globalen Klimawandel vor Gericht. Die Frage staatlicher Verantwortung wird zunehmend von einer privatrechtlichen Dimension flankiert: Haften Private für abschmelzende Gletscher, steigenden Meeresspiegel und Extremwetterereignisse? Rechtspolitisch streitet man über Justiziabilität und Forumskompatibilität privatrechtlicher Klimaklagen. Mai-Lan Tran kontextualisiert jene Fragen rechtsdogmatisch und löst die Normenkollision zwischen öffentlich-rechtlicher Befugnis (Anlagengenehmigung, Emissionszertifikat) und privatrechtlicher Haftung im rechtsvergleichenden Dialog auf. Für den grenzüberschreitenden Sachverhalt präsentiert sie einen Ansatz, der sachgerecht zwischen den klassischen Figuren des Internationalen Privatrechts ( ordre public , Eingriffsnormen, Substitution und Datumtheorie) navigiert.
Contents
Einleitung
Erster Teil: Wissenschaftlicher und rechtlicher Rahmen von Klimaklagen
1. Kapitel: Wissenschaftliche Grundlagen zum Klimawandel
2. Kapitel: Klimaschutz im Mehrebenensystem
3. Kapitel: Gerichte als Foren des Klimaschutzes
Zweiter Teil: Privatrechtlicher Klimaschutz im Inlandssachverhalt
1. Kapitel: Anspruchsziele privatrechtlicher Klimaklagen
2. Kapitel: Klimaschutz in der Individualschutzkonzeption des Deliktsrechts
3. Kapitel: Haftungsumfang
Dritter Teil: Privatrechtliche Haftung trotz öffentlich-rechtlicher Befugnis?
1. Kapitel: Pflicht- und Rechtswidrigkeit als Einbruchstelle öffentlich-rechtlicher Wertungen
2. Kapitel: Private enforcement trotz öffentlich-rechtlicher Befugnis?
Vierter Teil: Klimaklagen im grenzüberschreitenden Sachverhalt
1. Kapitel: Klimaklagen im Internationalen Zuständigkeits- und Privatrecht
2. Kapitel: Genehmigungen und Emissionszertifikate im grenzüberschreitenden Sachverhalt
Fünfter Teil: Finale Thesen



