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Full Description
JiSeong James Kwon untersucht in dieser Arbeit eine Vielzahl von wissenschaftlichen Argumenten bezüglich des unverkennbaren literarischen und historischen Zusammenhangs zwischen dem Buch Hiob und dem zweiten Teil des Buchs Jesaja (Jesaja 40-55), auch Deuterojesaja genannt. Die generell angewandte Methodologie bei der vergleichenden Untersuchung zweier biblischer Texte war bisher ein autorenorientierter Ansatz, welcher den komplexen Wechselbeziehungen zwischen korrespondierenden Texten nachgeht unter Berücksichtigung der verbalen und thematischen Ähnlichkeiten. Dieser Ansatz entstand jedoch oftmals durch irreführende Konzepte von literarischen Abhängigkeiten einer späteren Quelle von einer früheren. JiSeong James Kwon legt dar, dass die Schriftgelehrten Schreiber biblischer Stoffe waren und zur literarischen Elite in der judäischen Gesellschaft gehörten. Ähnlichkeiten zwischen den beiden verglichenen Büchern resultierten also aus einer Schriftkultur. Dieser Blickwinkel rückt die traditionelle Forschung, die von der Formkritik beeinflusst wurde, vielleicht in ein anderes Licht und teilt dadurch die Gruppe der Lese- und Schreibkundigen in der israelitischen Gesellschaft in verschiedene Professionen - Priester, Weise und Propheten.



