Full Description
"Stuttgart 21" hat eine neuerliche Diskussion um eine stärkere Bürgerbeteiligung bei Großprojekten ausgelöst. Die mit der Umsetzung von solchen Großprojekten verbundene Forderung nach einem stärkeren Maß an Bürgerbeteiligung wirft viele Fragen auf: Was ist mit Bürgerbeteiligung konkret gemeint? Der Begriff kann sowohl für eine Betroffenenbeteiligung als auch für eine Bürgerbeteiligung durch Verfahren der direkten Demokratie stehen. Eine Betroffenenbeteiligung ist in den verschiedenen Planungsverfahren schon vorgesehen, doch wie funktional ist diese? Gibt es Verbesserungsmöglichkeiten? Und ist eine stärkere Bürgerbeteiligung durch Verfahren direkter Demokratie geeignet, demokratische Legitimation herzustellen? Ist eine stärkere Bürgerbeteiligung darüber hinaus mit dem Bestreben nach möglichst schleuniger Umsetzung von Infrastrukturvorhaben vereinbar? Wie können auch bei stärkerer Beteiligung der Bürger die Grundrechtspositionen privater Projektträger hinreichend berücksichtigt werden? Nicht nur die Sichtweise der betroffenen Bürger, sondern auch die der Projektträger mus dabei berücksichtigt werden.
Mit Beiträgen von:
Martin Burgi, Wolfgang Durner, Andreas Geiger, Ingrid Hönlinger, Hans-Jürgen Papier, Peter Ramsauer, Randolf Rodenstock
Dieser Band ist als Veröffentlichung der Schriftenreihe Bitburger Gespräche in München (BGiM) erschienen. Die Reihe wurde 2012 als Jahrbuch gegründet und vom Institut für Rechtspolitik an der Universität Trier gemeinsam mit der Gesellschaft für Rechtspolitik herausgegeben. Die zugrundeliegenden Tagungen fanden seit 2010 jährlich im Herbst statt. Ihr Ziel war die Zusammenführung ausgewählter Akteure aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Rechtsprechung und Wirtschaft zur Diskussion aktueller Themen, insbesondere aus der Unternehmens- und Arbeitswelt. Mit der 6. Veranstaltung im Jahr 2015 endete die Gesprächsreihe und somit auch die dazugehörige Schriftenreihe.



