Verhütungspolitik : Sterilisationen im Spannungsfeld von Psychiatrie, Gesellschaft und individuellen Interessen in Zürich (1890-1970) (2013. 352 S. 225 mm)

個数:

Verhütungspolitik : Sterilisationen im Spannungsfeld von Psychiatrie, Gesellschaft und individuellen Interessen in Zürich (1890-1970) (2013. 352 S. 225 mm)

  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783034011341

Description


(Text)
Die psychiatrische Universitätsklinik Zürich ist als europäische Vorreiterin eugenisch motivierter Zwangssterilisationen bekannt. Bei der zürcherischen Sterilisationspraxis war bisher jedoch die Rolle der ambulanten Psychiatrie unklar. Die vorliegende Studie füllt diese Forschungslücke und untersucht auch Sterilisationsakten der psychiatrischen Poliklinik. Unter Einbezug dieser Akten kommt die Studie zum Schluss, dass ab der Zwischenkriegszeit in erster Linie die lokale Abtreibungspolitik nicht eugenische Überlegungen die breite zürcherische Sterilisationspraxis steuerte.
Auf der Grundlage von Krankenakten zeichnet die Studie ein differenziertes Bild der zürcherischen Sterilisationspraxis vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1970. Sie beschreibt Handlungsmuster und fragt im Besonderen nach der Bedeutung von Eugenik, Zwang und Geschlecht sowie nach Handlungsmöglichkeiten von am Sterilisationsprozess beteiligten Personen und Institutionen. Als weiteren Schwerpunkt beleuchtet sie den Zusammenhang zwischen Abtreibungen und Sterilisationen. Dieser kristallisierte sich als besonders bedeutsam heraus.
Die Studie sieht einen starken Wandel der zürcherischen Sterilisationspraxis in den 80 betrachteten Jahren: In den Anfängen veranlassten Psychiatrie und Politik Zwangssterilisationen aus eugenischen und sozialen Gründen, lehnten aber von Behandlungswilligen selbst geforderte Verhütungssterilisationen ab. In den 20er- und 30er-Jahren nahmen die Sterilisationen exponentiell zu und dienten hauptsächlich der Tolerierung politisch umstrittener sozialmedizinisch motivierter Abtreibungen. Am Ende des Untersuchungszeitraums erfolgen die meisten Sterilisationen selbst initiiert und aus familienplanerischen Gründen. Gewisse Kontinuitäten zeigen sich beim Geschlechterverhältnis und bei eugenischen Überlegungen.
(Author portrait)
Roswitha Dubach ist Historikerin. Sie arbeitet als Dozentin für Kommunikation und Geschichte am Institut für Geistes- und Naturwissenschaften der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Technik.

最近チェックした商品