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基本説明
In "Der Streit über die Tragödie" untersucht Theodor Lipps die verschiedenen Theorien, die sich mit der Wirkung und dem Sinn der Tragödie auseinandersetzen. Lipps kritisiert die pessimistische Theorie, die behauptet, dass der tragische Held durch Resignation und Abkehr vom Leben eine Art Erlösung findet. Er argumentiert, dass diese Theorie die Tragödie verfälscht, da sie dem Kunstwerk eine Bedeutung zuschreibt, die außerhalb seiner selbst liegt. Ebenso lehnt Lipps die Theorie der "poetischen Gerechtigkeit" ab, die besagt, dass das Leiden des Helden als Strafe für eine Schuld zu verstehen sei. Lipps betont, dass die Tragödie keine moralische Belehrung bietet, sondern eine ästhetische Erfahrung, die durch das Erleben der dargestellten Welt entsteht. Er argumentiert, dass die Tragödie nicht dazu da ist, eine Weltanschauung zu predigen oder zu bestätigen, sondern dass sie eine eigene Welt darstellt, die unabhängig von der realen Welt existiert. Lipps fordert, dass die Tragödie als Kunstwerk für sich betrachtet werden sollte, ohne dass äußere moralische oder philosophische Theorien darauf projiziert werden. Er plädiert für eine ästhetische Betrachtung, die sich auf die innere Logik und die poetische Motivierung des Kunstwerks konzentriert, anstatt es als Mittel zur Bestätigung einer bestimmten Weltanschauung zu nutzen.



