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Description
Die Geschichte einer Kremser Unternehmerfamilie eröffnet ein Panorama bürgerlicher Aufbruchsstimmung vom späten 18. bis ins 20. Jahrhundert - und bietet überraschende Parallelen zu Thomas Manns "Buddenbrooks".
Der Bogen spannt sich vom Erwerb einer Mühle über die Errichtung der ersten Dampfmühle und den Aufbau einer Maschinenfabrik bis zu sozialen Initiativen wie der Kinderbewahranstalt und kulturellem Engagement. Die Osers stehen für Innovationskraft, wirtschaftliche Vernetzung und deutschnationale Orientierung, die später in den Nationalsozialismus mündet.
Zugleich dokumentiert das Buch den Wandel einer Stadtlandschaft, die heute kaum mehr erkennbar ist. Mit überraschenden Details - wie dem Sängerfest, Plänen für eine elektrische Eisenbahn oder der legendären Kunstsammlung - wird Kremser Stadtgeschichte lebendig und in den Kontext europäischer Entwicklungen gestellt.
Robert Streibel, geboren 1959 in Krems, Studium in Wien, von 1999 bis 2024 Direktor der VHS Hietzing. Forschungsgebiet: Shoa, Exil, Widerstand, Eugenie Schwarzwald, Gemeindebausiedlung Lockerwiese. Gedenkprojekte in Niederösterreich und Wien. Denkmal auf dem Jüdischen Friedhof in Krems, für Anna Lambert im Steinertor, für den hingerichteten Widerstandskämpfer Franz Zeller, die jüdischen Zwangsarbeiter in Droß, die Opfer des Massakers im Zuchthaus Stein und Hadersdorf, die Opfer der Shoah in Hietzing. Mitarbeit am historischen Weg "Krems macht Geschichte" (2024). Vizepräsident des österreichischen PEN Clubs und Vorstandsmitglied der Theodor Kramer Gesellschaft. Zahlreiche Publikationen zu historischen Themen und zwei Lyrikbände, zuletzt erschienen: "April in Stein" (Roman), "Bürokratie und Beletage. Ein Ringstraßenpalais zwischen 'Arisierung' und spätem Recht", "Der Wein des Vergessens" (Roman, gemeinsam mit Bernhard Herrman), "Krems: Das Ende der Verdrängung".



