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Description
Sie führen Krieg, foltern, morden, vernichten - und sind kunstbeflissen: die Männer des Nationalsozialismus. Bayreuth, die Wirkstätte Richard Wagners, ist seit etwa 1900 ein beliebter Treffpunkt völkisch denkender Kreise. Der Musik- und Theaterwissenschaftler Anno Mungen zeigt, wie Kunst, Krieg und Massenmord vor, während und nach dem Regime zusammenwirken. Im Nationalsozialismus behauptet Musik die angebliche kulturelle Überlegenheit gegenüber anderen Völkern und dem Judentum, heilt Soldaten von ihren seelischen Leiden und besänftigt die Mörder von Auschwitz nach den Selektionen. Bis heute behaupten große Teile der Wagner-Gemeinde, dass es im nationalsozialistischen Bayreuth nur der Kunst gegolten habe. Dieses Buch widerspricht und zeigt die Kontexte von Gewalt und Kultur in ihrer engen Verstrickung auf. Anno Mungen ist Musik- und Theaterwissenschaftler an der Universität Bayreuth und Leiter des Forschungsinstituts für Musiktheater in Thurnau. Seine Arbeitsschwerpunkte sind das Musiktheater vom 18. bis 20. Jahrhundert, Musik und Film sowie Oper und Politik. Als Wagnerforscher befasst er sich unter anderem mit Themen wie der historischen Aufführungspraxis im "Ring des Nibelungen" und der Sängerin Wilhelmine Schröder-Devrient. Er lebt in Köln und Bayreuth.



