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Description
Fakes und Fälschungen gelten als Bedrohung der herrschenden Ordnung. Spätestens seit der Debatte um Fake News ist ins öffentliche Bewusstsein gerückt, dass weder ihre Produktion noch ihre Überzeugungskraft besondere Virtuosität oder Genialität erfordern. Im Gegenteil: Fakes und Fälschungen sind oftmals widersprüchlich, unlogisch und sogar banal - und dennoch wirksam. Fakes und Fälschungen repräsentieren Gesellschaft nicht nur, sondern konstituieren sie auch. Als Täuschungsfiguren geben sie Auskunft über gesellschaftliche Problemlagen. Sie sind Wissensfiguren, die sich vorhandenes Zeichenmaterial - Bilder, Symbole und Narrative - zu eigen machen und umdeuten. Thari Jungen untersucht, auf welchen Praktiken ihre Produktion beruht, welches Wissen Fakes und Fälschungen transportieren, und wer sie warum herstellt. Sie analysiert diese Strategien der Aneignung anhand von zwei künstlerisch-wissenschaftlichen Beispielen aus den USA und Nordmazedonien. Anhand der Fallbeispiele wird deutlich, warum die Grenze zwischen wahr und falsch weniger stabil ist als in der Theorie bislang angenommen. Dr. des. phil. Thari Jungen ist ausgebildete Künstlerin und Kunsttheoretikerin. Sie arbeitet als Postdoc-Universitätsassistentin in der Abteilung für Ästhetik und Pragmatik audiovisueller Medien und am Co.lab Erinnerungsarbeit ästhetisch-politische Praktiken an der Kunstuniversität Linz. Zuvor lehrte sie Geschichte und Theorie visueller Kulturen und künstlerischer Forschung u.a. an der Weißensee Kunsthochschule Berlin, der HAW Hamburg und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 2023 hat sie die Professur für kunstbezogene Theorie an der Kunsthochschule Mainz in der Lehre vertreten. Ihre derzeitigen Forschungsschwerpunkte umfassen Visuelle Kultur- und Kunstwissenschaften, künstlerische Epistemologien, Artistic Research sowie Gärten, Landschaften und Memory Studies.



