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Description
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Zigarrenindustrie im Land Baden eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Keine andere Industrie zählte mehr Beschäftigte und schon gar nicht mehr Frauen. In keiner anderen Industrie gab es mehr jüdische Unternehmer. 1930/33 besaßen sie 12 Prozent aller Zigarrenfabriken im Deutschen Reich. Hugo Günzburger war einer dieser erfolgreichen jüdischen Zigarrenfabrikanten. 1910 gründete er in Emmendingen sein Unternehmen. 30 bis 40 Arbeiterinnen produzierten die Zigarren in einem gemieteten Wirtshaussaal. Danach ging es rasant aufwärts. Um 1933 zählte Günzburger & Co. 1200 Personen und gehörte zur schmalen Spitzengruppe der deutschen Zigarrenfabriken. Die Erfolgsgeschichte endete 1936 mit "Arisierung" und Emigration. Danach folgte ein beschwerlicher Neubeginn in den USA und nach 1945 zähe Restitutionsverfahren. Das Buch erzählt von Hugo Günzburgers Rolle als Fabrikant und Geschäftspartner, aber auch von seiner privaten Seite als Sohn, Bruder, Gatte und Vater. geboren 1953, lebt in Luzern. Er studierte an der Universität Zürich Recht und Rechtsgeschichte. Danach war er Redakteur bei einer Schweizer Tageszeitung, Leiter Kommunikation bei einer Großbank und schließlich Gründer einer eigenen Kommunikationsfirma. Parallel verfasste er Studien zur Zigarrenindustrie im "Dritten Reich".



