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Description
Die vorliegende Studie untersucht die Handlungsfähigkeit prämonstratensischer Frauenstifte des Mittelalters am Beispiel der vier Damenstifte der Diözese Krakau vom 13. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Ausgangspunkt ist die in der Forschung verbreitete Annahme, dass eine zunehmende wirtschaftliche und rechtliche Eigenständigkeit weiblicher Konvente zwangsläufig mit einem Verfall klösterlicher Disziplin, insbesondere der Klausur, einhergegangen sei. Ziel der Arbeit ist es, diese Deutung kritisch zu überprüfen und die tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten prämonstratensischer Stiftsdamen differenziert zu bestimmen. Im Zentrum stehen Fragen nach der agency der Stiftsdamen, nach den Rollen von weiblichem und männlichem Leitungspersonal sowie nach den normativen und sozialen Rahmenbedingungen, innerhalb derer weibliches Handeln möglich war. Methodisch verbindet die Studie eine institutions- und ordensgeschichtliche Perspektive mit einem akteurszentrierten Zugriff auf Grundlage urkundlicher Überlieferung und pragmatischer Schriftlichkeit. Die Arbeit versteht sich als exemplarische Fallstudie und zugleich als Beitrag zur vergleichenden Erforschung weiblicher Klöster und Stifte im spätmittelalterlichen Europa.



