SUDU NONA : Weisse Madame (2010. 216 S. 20 cm)

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SUDU NONA : Weisse Madame (2010. 216 S. 20 cm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783941139848

Description


(Text)
Als im Dezember 2004 der vernichtendste Tsunami seit Menschengedenken über Südostasien hinwegfegte, Tausende Menschen mit sich in den Tod riss und riesige Landstriche verwüstete, hat Anna König nur einen Wunsch: Sie möchte sofort und direkt vor Ort mithelfen. Was sie in den Monaten darauf in Sri Lanka erlebt, soll ihr Leben auf den Kopf stellen und für immer verändern. Sie trifft auf unzählige Schicksale, Leid und Zerstörung, aber sie macht auch neue Bekanntschaften, erlebt unvergessliche Momente und lernt schließlich einen Menschen kennen, mit dem sie sogar ihr privates Glück gefunden zu haben glaubt.Doch unverhoffte Ereignisse lassen plötzlich Zweifel in ihr aufkeimen, und nicht nur ihre Aufbauarbeit stellt sie immer wieder vor schier unlösbare Probleme. Als sie schließlich sogar mit dem Tod bedroht wird,nimmt ihr Leben eine jähe Wendung.Eine Geschichte, die aufrührt und bewegt, Einblicke in die schwierige Arbeit und das Leben der Aufbauhelfergibt, eine fremde Kultur jenseits von Klischees beleuchtet und dabei bis zum Ende spannend und emotional bleibt.
(Extract)
Zum letzten Mal besteige ich das Flugzeug der Sri Lankan Air. Mein Ziel ist Frankfurt, ist Deutschland, ist meine Heimat. Auch wenn kein klarer Gedanke in meinem Kopf zu fassen ist, empfinde ich dennoch ein ganz intensives Gefühl des Bedauerns. Bedauern darüber, dass ich die Insel jetzt doch verlasse, obwohlich fest daran geglaubt habe, einen großen Teil meines Lebens hier zu verbringen. Bedauern darüber, dass ein sicher geglaubter Traum nicht in Erfüllung gehen wird. Bedauern darüber, dass ich mich vielleicht für immer von lieb gewonnenen Menschen verabschieden muss. Und Bedauern darüber, dass ich alles riskiert und alles verloren habe. Wobei das nicht ganz richtig ist, denn ich habe noch mein Leben, und diese Tatsache bedauere ich ganz und gar nicht. Aber ich bedauere, dass ein dreißig Zentimeter langes Küchenmesser an meiner Kehle nicht nur ein Albtraum, sondern die grausame Realität war, ebenso wie der Tod, dem ich in dieser unendlich langen Minute ins Auge blicken musste. Ganz allmählich wird die Welt hinter dem Fenster schief, denn das Flugzeug hebt ab und verlässt Sri Lanka, und mit ihm verlasse auch ich Sri Lanka. Ich lehne mich zurück in meinen Sitz und versuche durchzuatmen, aber noch gelingt mir das nicht. Mein Brustkorb befindet sich seit Wochen in einer Zwangsjacke, in einem viel zu eng gebundenen Korsett, und ich komme nicht an die Schnüre, um es zu lockern. Darüber, wie lange dieser Zustand anhalten wird, mache ich mir heute keine Gedanken, aber es wird ein sehr langwieriger Prozess werden. Ich fühle mich so betrogen und merke nur noch, wie alle Kraft aus mir entschwindet. Tränen verschleiern mir die Sicht aus dem Fenster und ich schließe meine Augen. Meine Stirn fühlt sich heiß an, aber ich bin nicht fiebrig, das weiß ich. Ich lege mein Buch auf dem freien Sitz neben mir ab und meine Hände auf das Kissen, das sich auf meinem Schoß befindet. Ich hielt mich für so stark, für so unzerstörbar nach all der herausfordernden und harten Tsunami-Arbeit, die ich in diesen eineinhalb Jahren geleistet habe. Doch plötzlich wurde mir grausam vor Augen geführt, dass es nur noch einer Armbewegung von links nach rechts bedurft hätte, um mein Leben binnen Sekunden auszulöschen. Und damit stellt sich ein zweites Gefühl ein, das Gefühl der Dankbarkeit. Denn ich bin einfach nur dankbar darüber, dass damals vor vier Wochen meine Zeit zu sterben noch nicht gekommen war. Dass ich damals, vor vier Wochen, einfach noch nicht an der Reihe war.

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