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Description
(Text)
Kein Wunder, dass die Menschen so wirre Dinge träumen, findet der weise Traumtroll Dresay. Schuld daran ist vor allem Findelkind Pumpkin. Selbst im Trolldorf ist er ein Sonderling. Er sieht merkwürdig aus, er benimmt sich seltsam. Doch zusammen mit seinen Freunden Patrish und Kerol setzt Pumpkin alles daran, ein richtiger Traumtroll zu werden.
(Extract)
"Obwohl er nur eine Strecke von etwa dreißig Metern zurücklegen musste, brauchte der tapfere kleine Schmetterling fast eine halbe Stunde, um zu seinem Freund zu gelangen. Zum Glück hatte der sich kaum von seinem Platz bewegt, während der langen Zeit. Er war noch immer ganz versunken in den Anblick des nassen Frühlingswetters, als er plötzlich das Pfauenauge vor sich auftauchen sah.
Ein freundliches Lächeln erschien auf dem Gesicht des alten Waldbewohners. Er mochte den kleinen Schmetterling sehr. "Hallo Erwin!", rief er fröhlich seinem Freund zu, "ich wusste gar nicht, dass du Ausflüge im Wolkenbruch magst."Erwin verzog schmollend sein Schmetterlingsgesicht. Dresay machte sich wohl über ihn lustig. Dabei war er extra seinetwegen - RUMMS! ... Vor Ärger hatte Erwin gar nicht mehr auf den Sturm geachtet. Eine Windböe erfasste ihn von hinten, und viel zu schwach, um sich zu wehren, wurde er gegen einen Ast geschleudert. Er fiel wie ein Stein nach unten und kullerte benommen vor Dresay ins Gras."Also Erwin", der Alte lachte, "so schnell bist du ja noch nie gelandet."Ein böser Blick seines kleinen Freundes war die Antwort."Entschuldige! Du hast dich doch hoffentlich nicht verletzt?""Pah, und wenn! Um eine Fühlerbreite hätte ich für immer ausgeflattert. Dann würdest du vielleicht auch noch über mich lachen.""Aber Erwin!", Dresay tat entsetzt und klopfte dem bunten Schmetterling den Staub von den Flügeln."Ist doch war", murrte dieser, "immerhin habe ich mir einen Fühler eingeknickt und die Flügel gestoßen, das tut ganz schön weh. Aber davon verstehst du eben nichts. Ihr Zwerge habt ja so etwas nicht." Stolz reckte er sich zu seiner vollen Größe von etwa fünf Zentimetern.
Dresay stöhnte, er setzte sich auf einen nahe liegenden Stein. "Erwin, wie oft soll ich es dir noch erklären? Ich bin kein Zwerg, das, weißt du doch. Ich bin ein Troll, ein Traumtroll.""Du bist kein Troll, du bist ein Zwerg! Trolle sehen anders aus!""So, so", belustigt spielte Dresay mit seinem weißen Bart. "Und wie müsste so ein Troll aussehen, deiner Meinung nach?""Trolle sind viel größer", antwortete sein Freund bestimmt. "Außerdem haben Trolle ganz besonders große Nasen und ganz besonders große Ohren."Dresay runzelte die Stirn, aber seine gütigen Augen blitzten. "Also, wenn ich mich beim Waschen im Waldsee betrachte, hat zumindest mein Spiegelbild ziemlich große Ohren und meine Nase ist doch geradezu knubbelig.""Das ist etwas ganz anderes, das ist Zufall! Du bist halt ein Zwerg mit ziemlich großen Ohren und knubbeliger Nase. Aber bei einem Troll müssten sie noch viel, viel größer sein. Außerdem sind alle Trolle böse, und du bist nicht böse, also bist du auch kein Troll!" Triumphierend sah Erwin auf seinen Freund. Wenn das kein eindeutiger Beweis war, dann war er kein Schmetterling. Und er war ein Schmetterling, ein sehr schöner sogar."Sag mal Erwin, wenn du dich so gut auskennst, musst du wohl schon viele böse Trolle getroffen haben, nicht wahr?""Sicher!", rief Erwin."Das heißt, na ja. Eigentlich nicht wirklich", er schien unsicher. Doch dann straffte er seine Flügel und erklärte: "Es ist auch gar nicht nötig, schließlich weiß das jeder!"..."



