Vertreibungsdiskurs und europäische Erinnerungskultur : Deutsch-polnische Initiativen zur Institutionalisierung. Eine Dokumentation (Veröffentlichungen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband e.V.)

個数:
  • ポイントキャンペーン

Vertreibungsdiskurs und europäische Erinnerungskultur : Deutsch-polnische Initiativen zur Institutionalisierung. Eine Dokumentation (Veröffentlichungen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband e.V.)

  • ウェブストア価格 ¥6,279(本体¥5,709)
  • Fibre Verlag; fibre(2006発売)
  • 外貨定価 EUR 24.00
  • 【ウェブストア限定】洋書・洋古書ポイント5倍対象商品(~2/28)
  • ポイント 285pt
  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783938400173

Description

Zwischen 1991 und 1995 fanden während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien zahlreiche politisch motivierte Zwangsmigrationen, so genannte »ethnische Säuberungen« statt. Sie haben im kollektiven Gedächtnis Europas die Erinnerung an den Holocaust und andere Genozide sowie vor allem an die gigantischen erzwungenen Bevölkerungsverschiebungen in Mittel- und Osteuropa 1912-1922 und 1939-1949 geweckt. Das neue europäische Interesse am Thema Vertreibung manifestierte sich im politischen Raum auf unterschiedliche Weise: 1999 initiierte der Bund der Vertriebenen das Projekt eines primär nationalen »Zentrums gegen Vertreibungen«, 2002 empfahl der Deutsche Bundestag die Bildung eines »Europäischen Zentrums gegen Vertreibungen« und 2004 regten sowohl die Parlamentarische Versammlung des Europarats wie die Kulturminister der Visegrád-Staatengruppe, Deutschlands und Österreichs die Gründung einer europäischen Einrichtung zur Beschäftigung mit dem Thema Zwangsmigration in Zentraleuropa im 20. Jahrhundert an. Treibende Kraft der beiden letztgenannten Initiativen waren dabei Polen und Deutschland. Während die Entscheidung über ein »Europäisches Zentrums der Erinnerung an Opfer erzwungener Bevölkerungsbewegungen und ethnischer Säuberung« des Europarats im Herbst 2006 fallen soll, ist das von Polen, Deutschland, der Slowakei und Ungarn unter temporärer bzw. partieller Mitwirkung der Tschechischen Republik und Österreichs konzipierte »Europäische Netzwerk Erinnerung und Solidarität« im Sommer 2005 formell gegründet worden. Die vorliegende Dokumentation zeigt die Entwicklung dieser parallelen Initiativen, beleuchtet aber auch die »Werkstatt« der Gedenk- und Jubiläumskultur, in der Geschichtspolitiker der Regierungen und Parlamente - bisweilen unter Mithilfe von Historikern - erste Elemente einer künftigen europäischen Erinnerungskultur aushandeln. Neben rund 60 offiziellen und halbamtlichen Quellen enthält der Band auch Hintergrundberichte des Herausgebers sowie eine aktuelle Auswahlbibliographie. STEFAN TROEBST, geb. 1955, Osteuropahistoriker und Slavist, ist Professor für Kulturstudien Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig und stellvertretender Direktor des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO), ebenfalls in Leipzig. 2004 fungierte er als Berater der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Christina Weiss, sowie des Komitees für Migration, Flüchtlinge und Bevölkerung der Parlamentarischen Versammlung des Europarats.

最近チェックした商品