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Description
Autor: Prof. Dr. Werner Mägdefrau, 418 Seiten mit 40 Abbildungen. Festeinband.ÜBER DAS BUCH:Mit diesem Buch widmet sich Werner Mägdefrau der Entstehung und Entwicklung der mittelalterlichen Städte und Städtebünde in Thüringen - einem der städtereichsten Territorien Deutschlands und Europas. Im Mittelalter bildete sich hier eine vielgestaltige Städtelandschaft aus Klein- und Mittelstädten heraus, deren Mittelpunkt die außergewöhnliche Großstadt Erfurt war.Im Zentrum der Untersuchung steht der Thüringer Dreistädtebund zwischen Erfurt und den Reichsstädten Mühlhausen und Nordhausen, der von 1304 bis 1469 eine prägende Rolle im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gefüge Thüringens spielte. Darüber hinaus werden die vielfältigen überregionalen Verflechtungen thüringischer Städte aufgezeigt: Mühlhausen als Mitglied des Rheinischen Städtebundes bereits seit 1255, Meiningen im Würzburger Städtebund sowie Städte wie Erfurt, Mühlhausen, Nordhausen und Naumburg als Mitglieder der Hanse, des Halberstädter und des Goslarer Städtebundes.Ausgehend von den Grundlagen des Städtewesens im hohen Mittelalter verfolgt das Buch die Herausbildung der thüringischen Städtelandschaft, die Entwicklung von Handwerk, Zünften und städtischer Produktion, die Organisation des Warenhandels sowie die wachsende Bedeutung des Kaufmannskapitals. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Konflikten, Bürgerbewegungen und städtischen Organisationsformen des 13. und 14. Jahrhunderts.Die Städte erscheinen dabei als Träger von Bürgerfreiheit, Stadtrecht und politischer Mitbestimmung sowie als Zentren von Migration, Integration und sozialem Wandel. Auf der Grundlage langjähriger Forschungen bietet das Buch eine fundierte und zugleich gut verständliche Gesamtdarstellung der thüringischen Stadt- und Landesgeschichte im Mittelalter und ordnet sie überzeugend in den deutschen und europäischen Zusammenhang ein. Kapitel I: Einführung. Kapitel II: Herrschafts- und Landesausbau im hohen Mittelalter. Grundlagen und Anfänge des thüringischen Städtewesens. Kapitel III: Zur Herausbildung der mittelalterlichen Städtelandschaft in Thüringen. Kapitel IV: Städtische Produktion von der Entstehung der Zünfte bis ins 14. Jahrhundert. Zu den sozialökonomischen Grundlagen des Thüringer Dreistädtebundes. Kapitel V: Konflikte - Organisationen - Bürgerbewegungen im 13./ 14. Jahrhundert, vornehmlich im Wirkungsfeld des Thüringer Dreistädtebundes. Kapitel VI: Organisation des Warenhandels und Rolle des Kaufmannskapitals im späten Mittelalter. Kapitel VII: Der Thüringer Dreistädtebund und das städtische Profil. Erfurt - die 'kron in Doringen'. Kapitel VIII: Rolande und Römer. Strukturen und Entwicklungen. Quellen und Literatur 370 Werner Mägdefrau, geboren am 24. Januar 1931 in Schwarza bei Meiningen, studierte nach dem Abitur an der Schiller-Oberschule in Zella-Mehlis von 1949 bis 1953 an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Geschichte, Germanistik und Pädagogik (Staatsexamen 1953). Ab 1954 war er als wissenschaftlicher Assistent (Promotion 1955 mit einer Dissertation über das Mittelalter - Bild der Görres-Gesellschaft), Oberassistent (1956) und ab 1969 als Hochschuldozent für Geschichte des Mittelalters und Regionalgeschichte (Habilitation = Promotion B 1971 mit einer Dissertation B zur mittelalterlichen Stadtgeschichte Thüringens) an der Jenaer Universität tätig. Seit 1974 lehrte und forschte er dort am Historischen Institut beziehungsweise an der Sektion Geschichte im Rahmen der Lehrerbildung und Lehrerweiterbildung als Ordentlicher Professor Dr. sc. phil. für Geschichte des Mittelalters bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1991. In seinen Vorlesungen, Seminaren und Oberseminaren und in engem persönlichen Kontakt hat er viele Studierende für die Deutsche und Allgemeine Geschichte des Mittelalters und insbesondere für die Landesgeschichte Thüringens interessiert, zahlreiche Lehrerstudenten bis zum Staatsexamen und Diplom betreut, nicht wenige junge Wissenschaftler zu Promotion und Habilitation geführt und gefördert. Über 200 Publikationen weisen Werner Mägdefrau als engagierten Historiker und Mediävisten aus, der speziell zur Landes-, Stadt- und Universitätsgeschichte Thüringens arbeitete und publizierte, auch nach seiner Emeritierung auf diesem Gebiete tätig ist. (Harald Rockstuhl)



