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Description
(Text)
Brutpflege ist männlich. Doch damit nicht genug: rufende Weibchen, Weibchenkonkurrenz oder Larvenüberwinterung. All das ist für heimische Amphibien ungewöhnlich und setzt sehr spezielle Anpassungen und ein ausdiffrenziertes Verhaltensrepertoir voraus. Der vorliegende Band beschreibt ausführlich das Paarungsritual, beschäftigt sich mit der Individualentwicklung vom Ei bis zum Alttier, stellt Aktivität und Kommunikation vor, greift populationsbiologische Fragen auf, geht auf Ernährung und Prädation ein und verweist auf die Bedeutung der neuen Amphibienkrankheit, der Chytridiomykose. Das recht kleine westeuropäische Verbreitungsgebiet wird mit besonderer Beachtung der Verbreitung in Deutschland vorgestellt. Die Ansprüche an den Landlebensraum und an Larvengewässer werden aus mitteleuropäischer Perspektive beschrieben, ohne den Seitenblick auf das Evolutionszentrum der Geburtshelferkröte auf der Iberischen Halbinsel zu vernachlässigen. Vor allem am nördlichen und östlichen Arealrand geht die Art deutlich zurück und schickt sich an, Siedlungsgebiete aufzugeben. Es fehlt vor allem an fischfreien Kleingewässern, auch extensive Landnutzungen befinden sich auf dem Rückzug und werden durch intensive Formen oder Nutzungsaufgabe ersetzt. Beides verträgt die Geburtshelferkröte in Mitteleuropa nicht. Der Band enthält ein ausführliches Kapitel über den Schutz der Art, stellt Schutzprogramme vor und zeigt, was getan werden muss, um die Bestände zu stabilisieren. Als Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie gilt für sie ein strenger Artenschutz. Die für die Geburtshelferkröte bedeutenden Regelungen des deutschen Artenschutzrechts werden vorgestellt und eine Reihe von unbestimmten Rechtsbegriffen für diese Art definiert. Es wird gezeigt, dass die Umsetzung der europäischen Vorgaben in das Artenschutzrecht des Bundesnaturschutzgesetzes nicht ausreicht, um den von der FFH-Richtlinie geforderten günstigen Erhaltungszustand zu sichern.
(Table of content)
Aus dem Inhalt:
1 Einleitung
2 Porträt: Eine Art mit interessantem Gesicht
2.1 Frühe Beschreibungen
2.2 Namen
2.3 Beschreibung der Alttiere
2.4 Beschreibung der Larven
2.5 Systematik
2.6 Phylogenie
2.7 Unterarten
3 Verbreitung: Madrid - Paris - Gorenzen
3.1 Gesamtareal
3.2 Deutschland
4 Lebensraum: Leben unter extremen Bedingungen
4.1 Arealdiskussion
4.2 Reproduktionsgewässer
4.3 Landlebensräume
4.4 Versteckplätze
4.5 Winterquartiere
4.6 Natürliche Lebensräume
4.7 Anthropogene Lebensräume
4.8 Anthropogen unterstützte Einwanderung nach Mitteleuropa?
5 Ernährung, Prädation und Krankheiten: Leben und das Leben lassen
5.1 Ernährung der Alt- und Jungtiere
5.2 Ernährung der Larven
5.3 Fressfeinde der Alt- und Jungtiere
5.4 Fressfeinde der Larven
5.5 Parasiten und Krankheiten
6 Aktivität: (Sich) Regen bringt Segen
6.1 Jahresaktivität
6.2 Tagesaktivität
7 Akustische Kommunikation: Sängerwettstreit mit Damenwahl
7.1 Paarungsruf der Männchen
7.2 Paarungsruf der Weibchen
7.3 Rufparameter, Männchenkonkurrenz und Partnerwahl
8 Paarung und Fortpflanzung: Einer trage der anderen Last
8.1 Paarungsablauf
8.2 Brutpflege
8.3 Fortpflanzungserfolg
8.4 Sexuelle Selektion und Weibchenkonkurrenz
9 Individualentwicklung: Viele Wege führen nach Rom
9.1 Eientwicklung
9.2 Larven
9.3 Metamorphlinge
9.4 Alttiere
10 Populationsbiologie: Der Erfolg hat viele Väter
10.1 Geschlechterverhältnis
10.2 Geschlechtsreife sowie Alter und Altersbestimmung
10.3 Alters- und Größenaufbau von Populationen
10.4 Mortalität und Überlebensraten
10.5 Populationsgrößen und -schwankungen
10.6 Ortstreue und Ausbreitung
11 Gefährdung: Kulturfolger einer untergehenden Kulturlandschaft
11.1 Gefährdungsursachen
11.2 Rückgangserscheinungen
11.3 Was geschieht im Evolutionszentrum?
11.4 Gefährdungsstatus
12 Schutz: Die Kunst, Steine in den Weg zu legen
12.1 Schutz nach der FFH-Richtlinie
12.2 Rechtliche Umsetzung im Bundesnaturschutzgesetz
12.3 Begriffsdefinitionen für die Geburtshelferkröte im Artenschutzrecht
12.4 Artenschutz in der Vorhabensgenehmigung
44 Abs. 5 BNatSchG
12.5 Artenschutz und Landnutzung
44 Abs. 4 BNatSchG
12.6 Artenhilfsmaßnahmen
12.7 Schutzkonzepte
12.8 Schutzmaßnahmen und Chytridiomykose
12.9 FFH-Monitoring und -Berichtspflicht
13 Literatur
14 Register



