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Description
Autor: Prof.Dr. Werner Mägdefrau, Werner - Gebunden, 100 Seiten, 32 Abbildungen.Mit diesem Buch setzt Prof. Dr. Werner Mägdefrau seine Buchreihe fort und führt in eine bewegte und entscheidende Phase der Thüringer Geschichte ein: in die Zeit der salischen Könige und Kaiser des römisch-deutschen Reiches sowie in die Epoche der Begründung der Landgrafschaft Thüringen im Jahr 1130 durch Lothar III. von Supplinburg. Diese Entwicklungen prägten Thüringen nachhaltig - politisch, gesellschaftlich und kulturell - und wirken bis in das heutige Landes-, Traditions- und Identitätsbewusstsein fort.Im Mittelpunkt der Darstellung steht die Ereignisgeschichte in ihrer ganzen Dramatik: Machtkämpfe, politische Umbrü-che und tiefgreifende Veränderungen von Herrschaft und Ordnung. Zugleich richtet der Autor den Blick auf die sozial-politischen Umwälzungen sowie die kirchlich-geistigen Reformbewegungen des 11. und der ersten Hälfte des 12. Jahr-hunderts - einer Epoche des Übergangs vom frühen zum hohen Mittelalter.Anschaulich wird gezeigt, wie Thüringen sich im Spannungsfeld zwischen Reichspolitik und entstehender Landesherr-schaft, zwischen zentraler Macht und regionaler Eigenständigkeit entwickelte. So entsteht ein lebendiges Gesamtbild einer Landschaft im Wandel, eingebettet in die deutsche und europäische Geschichte.Das Buch verbindet wissenschaftliche Genauigkeit mit einer klaren, allgemein verständlichen Sprache. Sie richtet sich an alle, die sich für Thüringen, das Mittelalter und die historischen Grundlagen von Staat, Gesellschaft und Kultur interessieren. Kapitel I: Sozial-politischer Umbruch und kirchlich-geistiger Wandel im 11. Jahrhundert. Herrschaft und Volksbewegung bis zum Ende der Salierzeit I.1. Rodung und Siedlung, Städte, Grund- und Adelsherrschaften I.2. Königtum, Thüringer Zehntstreit und sächsisch-thüringischer Aufstand I.3. Thüringen während des Investiturstreites und dessen Folgen I.3.1. Papstkirche und Reformer, Königsstaat und Fürsten vom Gang nach Canossa (1077) bis zum Wormser Konkordat (1122) I.3.2. Erfurt als Reformzentrum - Erzbischof Adalbert I. von Mainz (1109/1111-1137) - Kloster- und Kirchenreform in Thüringen I.3.3. Cluniazensisch-hirsauisches Benediktinertum und neue Ordensgründungen I.3.4. Grafen und Adel - Weltliche Herrschaftsgründungen Kapitel II: Begründung (1130/1131) durch König Lothar III. und Anfänge der Landgrafschaft Thüringen bis zum Tode des ersten Landgrafen Ludwig I. (1140) Prof. Dr. Werner Mägdefrau, geboren am 24. Januar 1931 in Schwarza bei Meiningen, studierte nach dem Abitur an der Schiller-Oberschule in Zella-Mehlis von 1949 bis 1953 an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Geschichte, Germanistik und Pädagogik (Staatsexamen 1953). Ab 1954 war er als wissenschaftlicher Assistent (Promotion 1955 mit einer Dissertation über das Mittelalter - Bild der Görres-Gesellschaft), Oberassistent (1956) und ab 1969 als Hochschuldozent für Geschichte des Mittelalters und Regionalgeschichte (Habilitation = Promotion B 1971 mit einer Dissertation B zur mittelalterlichen Stadtgeschichte Thüringens) an der Jenaer Universität tätig. Seit 1974 lehrte und forschte er dort am Historischen Institut beziehungsweise an der Sektion Geschichte im Rahmen der Lehrerbildung und Lehrerweiterbildung als Ordentlicher Professor Dr. sc. phil. für Geschichte des Mittelalters bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1991. In seinen Vorlesungen, Seminaren und Oberseminaren und in engem persönlichen Kontakt hat er viele Studierende für die Deutsche und Allgemeine Geschichte des Mittelalters und insbesondere für die Landesgeschichte Thüringens interessiert, zahlreiche Lehrerstudenten bis zum Staatsexamen und Diplom betreut, nicht wenige junge Wissenschaftler zu Promotion und Habilitation geführt und gefördert. Über 200 Publikationen weisen Werner Mägdefrau als engagierten Historiker und Mediävisten aus, der speziell zur Landes-, Stadt- und Universitätsgeschichte Thüringens arbeitete und publizierte, auch nach seiner Emeritierung auf diesem Gebiete tätig war. Prof. Dr. Werner Mägdefrau verstarb im Jahr 2021. (Harald Rockstuhl)



